Es stimmt schon, viele Zwergenfrauen sieht man nicht. Auerdem sind sie uns in Stimme und Erscheinung so hnlich, dass man sie oft fr mnnliche Zwerge hlt. Herr der Ringe, Die zwei Trme
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Tolkiens Vision
(aus meiner ganz privaten Sicht)

Nimmt man alle Bücher zusammen, so hat Mr. Tolkien fast 50 Jahre an Mittelerde gearbeitet. Ein langer Zeitraum, wenn man so will, und dennoch nicht wirklich viel, wenn wir all seine Werke in Betracht ziehen. Was er uns hinterlassen, ist einzigartig und würde es einen Preis geben, der dies alles würdigt, so könnte man ohne Umschweife sagen, dass dies der Abendstern ist. Unsterblich waren bei ihm zwar nur die Elben, doch unsterblich ist auch er in gewisser Weise mit Mittelerde geworden.

Mr. Tolkien machte nie einen Hehl daraus, dass er die nordische Mythologie mochte, und so sind ein paar Sachen aus ihr in seine Werke hinein geflossen. Dennoch verstand er es auf seine ganz eigene Art, aus ihnen etwas neues, wunderbares zu kreieren. Er erschuf nicht nur Namen, Orte und Kreaturen, sondern er erfand sich sogar seine eigene Sprache. Doch als sei dies noch nicht genug, gab er sogar eine normale Version elbisch und eine edle, vollkommene Version heraus.

In den Ohren vieler mag es so klingen, als würde ich das, was Tolkien uns hinterlassen hat, anhimmeln, als würde ich diese Bücher in den Himmel heben und seine Welt als die meine erachten und vielleicht tue ich das ja sogar, aber mal ehrlich: Es gibt nur zwei Sichtarten auf die Welt rund um Mittelerde: entweder man mag es oder man mag es nicht. Ein bisschen Mögen geht gar nicht, denn wenn man einmal in diesem Bann ist, wenn man einmal von Valinor gefesselt und von Arda fasziniert ist, dann kommt man nicht mehr los und man tut sich schwer, irgendetwas Gleichwertiges, Ebenbürtiges zu finden. Oder aber man kann sich nicht mit all den phantastischen Büchern anfreunden, dann aber auch auf keiner Linie.

Beeindruckend ist für mich auch seine Liebe zum Detail. In einer Zeit, als alles um ihn herum rau und kalt war, als Gewalt und Brutalität bedingt durch den Ersten und Zweiten Weltkrieg sein Leben beherrschten, kreierte er eine Welt so voller Schönheit, Einklang und Harmonie. Er hat sich nicht damit zufrieden gegeben, einen beliebigen Ort in seiner Geschichte zu erwähnen, nein, er hat diesem Ort ein Leben eingehaucht, von dessen Aura noch Jahre nach der Veröffentlichung des Herrn der Ringe (fast) alle Leser berührt werden.

Die Hingabe, mit denen er die Entstehung Mittelerdes niederschrieb, ist beneidenswert. Wenn man alleine durchs Silmarillion geht und dieses Buch, welches in seiner ganz eigenen Melodie verfasst wurde, liest, dann kann man Ilúvatar und den Gesang der Ainur nicht nur hören, man kann ihn fühlen. Es ist, als wäre man dabei.

Manchen Lesern mag dies zu umfangreich sein, aber gerade das ist in meinen Augen das Besondere an Tolkien. Er beschreibt alles bis ins kleinste Detail und lässt einem doch noch genug Raum für Phantasie. Er hat uns eine Welt geboten, die phantastischer nicht sein könnte und dennoch kann sich ein jeder vorstellen, in ihr zu leben. Er hat uns Träume, Ängste und Hoffnungen gegeben ohne uns unsere Eigenen zu nehmen.

Es gibt Momente, in denen ich mich dabei erwische, wie ich denke, das ein Mann allein dies gar nicht schaffen konnte. Zu umfangreich ist das, was er kreierte, zu liebevoll ausgearbeitet, das, was er niederschrieb. Wie kann jemand so etwas fertig bringen, wenn rund um ihn alles in Schutt und Asche liegt? Vielleicht ist es unsere schnelllebige Zeit, die mich vor so einem Werk den Hut ziehen lässt. Vielleicht ist es das Hightechzeitalter, welches einen aufgrund der Phantasie, welche Tolkien an den Tag legte, neidvoll erblassen lässt. Ich weiß es nicht.

Ich weiß nur, dass ich für meinen Teil froh bin, dass im Jahre 1892 in Südafrika ein Baby mit Namen John Ronald Reuel Tolkien das Licht der Welt erblickte...

In Gedenken an ihn

Estel

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Letzte Änderung: 30.06.2019 21:28:07