Sucht nach euren Freunden, doch macht euch keine Hoffnung. Die ist verloren in diesen Landen. Herr der Ringe, Die zwei Trme
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KLEINE SCHWERTERKUNDE

Schwerter sind aus historischer Sicht die Ältesten Waffen. So mancher Schwertkämpfer, Schwertschmied oder Ähnliches, mag mich nun hauen, aber im Grunde genommen sind Schwerter nichts anderes als künstliche und schwere Äste.
(Natürlich ist das etwas weit hergeholt und Plump beschrieben, aber vom Prinzip her durchaus richtig!)

Schwerter waren, anders als man sich das vielleicht vorstellt, nur in Kriegsfällen scharf geschliffen! In der Regel aber waren Schwertschneiden stumpf! Ein Schwert diente nicht als Stich- oder Schnittwaffe, sondern als Hiebwaffe. (Daher auch der Vergleich mit dem Ast!) Zwar hatte ein richtiger Treffer mit einem Schwert meist auch eine klaffende Fleischwunde zur Folge, aber weitaus heftiger waren die aus den Treffern resultierenden Knochenbrüche! Im Kriegsfall wurden die Schwerter geschliffen, um Schwertkämpfe möglichst schnell zu beenden, was zu verstehen ist, wenn man bedenkt, dass zusätzlich zum Gewicht des Schwertes (ca. 1,5kg bis hoch zu 4, 5 kg) auch noch eine Rüstung von mindestens 15 kg und oft genug ein Schild mit einem Gewicht von noch einmal ca. 5kg getragen wurden!
Auf diese Art normal zu laufen war schon eine Kunst für sich, damit noch gegen Gegner anzutreten, superschwer.

Eine Ausnahme von dieser Regel bilden die "Asiatischen Schwerter" (vor allem das Katana - ein Langschwert - und Wakizaschi - ein Kurzschwert). Diese sind aufgrund einer besonderen Herstellungsart immer rasiermesserscharf.

Schwerter jeglicher Art gibt es in drei verschiedenen Kategorien:

Einhand -; Eineinhalb -, und Zweihänderschwerter.

Die interessantesten Waffen waren vermutlich die eineinhalb- oder Bastardschwerter. Mit ihnen hatte man eine größere Reichweite als mit normalen Schwertern, konnte Gegner also besser auf Distanz halten. Gleichzeitig waren sie aber auch wendiger bedeutend als die riesigen Zweihandschwerter. Außerdem konnte man, wenn man denn wollte, zum Bastardschwert auch noch ein Schild tragen. Eine Coole Sache also! Man konnte sie sowohl ein- als zweihändig führen, daher auch der Name Bastardschwert.

Zu den Einhandschwertern zählen: das Kurzschwert, das Breitschwert, sowie das "normale" Schwert. In der Regel waren diese Schwerter bis zu 80cm lang und ca. 1,5 kg schwer.

Die wohl imposantesten Waffen aus dem Zweihandbereich stellen "die Flamberge" oder "Gassenhauer" (kein Witz!) dar.
Die Flamberge war ein Schwert mit doppelseitiger Wellenklinge, ähnlich einer Flamme (deshalb Flamberge oder Flammenschwert!).
Als Gassenhauer bezeichnete man dieses Schwert aufgrund seiner großen Reichweite und Wucht. Wurde dieses Schwert geführt, konnte man in so gut wie jede Menschenmenge eine Schneise treiben, die breit genug war, um eine Gasse für nachfolgende Truppen zu bilden.

Heutige Schwerter bestehen meistens aus einem extrem biegsamen Material (Federstahl). Ein gutes Schwert kann man zu einem Ring biegen (sofern die Kraft reicht) und danach springt es in seine Ursprungsform zurück, ohne zu brechen.
Dies war nicht immer so. Im Mittelalter war der Stahl in der Regel kohlenstoffgehärtet , d.h., während des Erhitzens wurde in einer speziellen Art und Weise Kohlenstoff in den Stahl eingeschlossen. Die Klinge wurde dadurch zwar härter, aber auch poröser. Dadurch kam es beim Schwertkampf auch immer wieder zu Klingenbrüchen. Federnd war der Stahl allerdings auch damals schon.

DER SCHWERTKAMPF

Beim Schwertkampf werden niemals die flachen Seiten der Klinge gegeneinander geschlagen. Aufgrund der Federwirkung des Stahls könnte man das Schwert nicht mehr halten. Die Vibrationen währen viel zu stark. Die Schläge erfolgen Schneide an Schneide. Deshalb werden Schwerter im Laufe der Zeit auch immer schartiger! Ein besonders gutes Schwert erkennt man übrigens daran, dass seine Scharten nicht so tief sind, wie bei einfacheren Ausführungen.

Beim Schwertkampf gibt es verschiedene Schulen: Die Italienische, die Französische, die Spanische und die Deutsche. (Sicherlich gibt es noch mehr Stile, doch diese Vier sind, wie ich mir habe sagen lassen, angeblich die Wichtigsten, zumindest auf Europa bezogen!)

In den folgenden Ausführungen möchte ich kurz die wichtigsten Grundangriffsfiguren mit einem Bastardschwert erklären (aus der deutschen Schule):

  1. DAS DACH

    Bei diesem Angriff wird das Schwert von oben nach unten auf den Kopf des Gegners geschmettert. Dieser Angriff ist vernichtend wenn der Gegner keinen Helm trägt. Und selbst wenn: Dadurch, dass dieser Angriff beidhändig geführt und der Knauf zur Verstärkung des Angriffs genutzt wird, müsste der Helm schon aus Panzerstahl sein um einem solchen Angriff zu widerstehen. Allerdings einen Haken hat das Dach: Der Gegner kann diesen Schlag relativ einfach parieren und einen Gegenangriff starten. Außerdem ist die eigene Deckung ziemlich schlecht.

  2. DER OCHSE

    Beim Ochsen wird das Schwert von links oder rechts oben diagonal nach unten geführt und dabei zum eigenen Körper herangezogen damit die Spitze des Schwerts dem Gegner die Schwersten Verletzungen beibringt. Ochse heißt dieser Angriff, weil man auf diese Art und Weise wohl auch einen Ochsen enthaupten könnte. Der Angriff ist sehr Machtvoll und kann einen Gegner problemlos tödlich verletzen. Auch ein Kettenhemd hat diesem Angriff nicht viel entgegen zu setzen.

  3. DER EBER

    Beim Eber wird der Schlag entgegengesetzt zum Ochsen ausgeführt. Die Wirkung ist ähnlich verheerend, nur dass hier, zusätzlich zur klaffenden Bauchwunde nicht das Schlüsselbein gebrochen wird, sondern der Oberschenkel und die Hüfte.....

  4. DER ZWERG

    Schon eine Vorstellung wie beim Zwerg geschlagen wird? Klar, man will ja den Zwerg enthaupten. Also gerade von links nach rechts oder umgekehrt. Der Schlag wird in etwa auf Bauch- bzw. Hüfthöhe durchgeführt. Er ist nicht ganz so mächtig wie die beiden vorhergehenden Schläge, da er leichter zu parieren ist. Außerdem muss man den Gegner richtig treffen um ihn ernsthaft zu verletzen und den Kampf möglichst schnell zu entscheiden!

  5. DER PFLUG

    Beim Pflug wird das Schwert von Unten nach Oben (genau in der Mitte des Gegners!) geführt. Dieser Schlag ist naturgemäß relativ einfach abzuwehren (Indem der Gegner auf das Schwert tritt!) und kann als Folge einen Dach angriff nach sich ziehen. Kommt der Schlag jedoch durch wird die Schwachstelle jeder Rüstung getroffen und die Folgen.....Naja, darüber schweige ich mich lieber aus. Das kann sich jede(r) wohl lebhaft vorstellen.

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Letzte Änderung: 30.06.2019 21:28:18