Das betrifft mich. Macht schon, hebt mich rauf. Ich bin ein Reiter. Vorwrts, los! Herr der Ringe, Die zwei Trme
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SARUMAN

Saruman"Die Welt ist im Wandel. Wer behauptet sich nun noch gegen das Heer von Isengart und Mordor? Wer behauptet sich nun noch gegen die Macht Saurons und Sarumans und gegen das Bündnis der zwei Türme? Gemeinsam, Sauron, mein Gebieter, werden wir über Mittelerde herrschen..."(LotR, TTT)

Curunír, wie er von den Elben genannt wurde, kam als erster Zauberer um das Jahr 1000 DZ nach Mittelerde. Zu diesem Zeitpunkt war er schon der weiseste und mächtigste Magier von allen, und doch hatte er eine Schwäche für die Menschen. Sein Herz gehörte Gondor, wenngleich er anderen Völkern aus dem Osten auch zugetan war. Als Oberster und Gelehrtester seines Ordens war er stets ganz in weiß gekleidet, was ihm auch den Namen "Saruman, der Weiße" einbrachte. Doch es war keine abwertende Namensgebung, denn nur selten erreichte ein Magier soviel Wissen und Macht, um sich ganz in weiß kleiden zu dürfen.

Als Curunír nach Mittelerde kam, waren seine Absichten loyal und seine Zuneigung den Menschen gegenüber ehrlich. Er interessierte sich für ihre Belange, stand ihnen treu zur Seite und half ihnen, wo er nur konnte. Er widmete sich seinen Forschungen und tat alles, was ihm durch den Truchsess Beren geheißen, der ihn letztendlich für seine treuen Dienste belohnte indem er ihm im Jahre 2759 DZ Orthanc als Wohnsitz hinterließ.

Nach Jahren der Loyalität aber zeigte er sein wahres Gesicht. Als es darum ging, den Herrscherring zu finden, waren ihm Rohan und Gondor und somit die Belange der Menschen egal, denn er hatte ein neues, mächtigeres Ziel vor Augen: den Ring zu finden und ihn zu besitzen. Etwa um diesen Zeitpunkt rum gaben ihn die Rohirrim einen neuen Namen: Saruman, denn erst jetzt erkannten sie die List, welche der Magier an den Tag legte.

Geblendet von seinen eigenen Träumen und von der Macht, die der Herrscherring mit sich bringen würde, errichtete er in Isengart eine reine Waffenindustrie. Er glaubte tatsächlich, wenn man den Ring erst einmal besitzen würde, könnte man ihn gegen Sauron einsetzen und selbst Angst und Schrecken über Mittelerde verbreiten, und alles auf dieser Welt lebende versklaven. Zuerst nur Orks in seiner Armee habend, züchtete er reine Kampfkreaturen heran, die weder Schmerz noch Furcht kannten: die Uruk-Hai. Niemand war somit mehr vor seinem Wahn sicher, weder Frauen, noch Kinder.

Doch Saruman machte einen gewaltigen Fehler. Als er den Palantír von Orthanc benutzte, bemerkte Sauron dies und erkannte die Absichten Sarumans. Von da an stand er im Bann des Dunklen Herrschers und führte wie eine Marionette alle seine Befehle aus. Zwar glaubte Saruman immer noch, dass er nur den Ring finden müsse und dann seinen eigenen Weg gehen könnte, aber dies war nichts als Selbstbetrug.

Um den Befehl Saurons befolgen zu können, holzte er den halben Fangornwald ab, damit er genug Feuer in seinen Schmelzöfen machen konnte. Unterhalb Isengarts wurden mit Hilfe der eisernen Hand der Orks Rüstungen, Schwerter und Uruks geschaffen. Einer Brutstätte gleich züchtete er eine Armee, die selbst Gríma das fürchten lehrte: 10.000 Mann und alle hatten nur ein Ziel: Gondor, das letzte freie Königreich Mittelerdes, zu vernichten. Ob nun Dummheit oder einfach Wahn, jedenfalls schien Saruman nicht zu bemerken, dass ein Ende der Menschheit auch ein Ende Mittelerdes bedeutet hätte. Wäre Gondor wirklich gefallen und alle Lebewesen vernichtet, wie er es voraussagte ("Es wird kein Morgen geben für die Menschheit"), so hätte er auch nichts mehr besessen, was er hätte versklaven können.

Wie dem auch sei. Saruman hatte Pech, denn Rohan gewann diesen Krieg und er wurde somit von Gandalf aus dem Orden der Istari mit Schande ausgestoßen. Zwar ließ man ihn am Leben, doch sein Zauberstab wurde zerbrochen. Und trotzdem glaubte ein kleiner Teil in ihm immer noch daran, dass er die Geschicke Mittelerdes nach seinen Vorstellungen lenken könnte. Erst als die Säuberung des Auenlandes auch fehlschlug und ihm Gríma Schlangenzunge die Kehle durchschnitt, war er "erlöst". Zwar konnte er nicht getötet werden wie ein normalsterblicher, war er doch niemand geringerer als der Maia Curumo in Menschengestalt, aber er verlor dadurch seine leibliche Hülle. Und da man auch in Valinor seine Taten nicht gutheißen konnte und ihn somit ausstieß, war er nirgends mehr willkommen, nicht einmal mehr als Geist...
(Im Film wird dies etwas anders dargestellt. Hier fällt Saruman durch einen Pfeil Legolas' getroffen vom Orthanc und stirbt.)

Einst wurde er von Gandalf gefragt, "Seit wann Saruman der Weiße Wahnsinn Vorzug vor Vernunft gäbe". Er antwortete damals, dass Gandalf, als er sich Saruman nicht anschließen wollte, "den Weg des Unterganges" wählte, doch in Wahrheit hatte Curunír sein eigenes Ende bereits besiegelt, als er sich mächtiger glaubte, als er war ...

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Letzte Änderung: 30.06.2019 21:28:24