Und der Elf Uhr Imbiss? Mittagessen, Vier Uhr Tee, Abendessen, Nachtmahl! Das kennt er doch wohl, oder?! Herr der Ringe, Die Gefhrten
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TUOR

Tuor "Stehe auf, Tuor, Sohn Huors!", sagte Ulmo. "Fürchte meinen Zorn nicht, obwohl ich dich lange vergeblich gerufen habe (...). Du musst lernen, dich zu sputen; den angenehmen Weg, den ich dir bestimmt hatte, kannst du jetzt nicht mehr gehen, denn meine Pläne sind durchkreuzt worden, und großes Unheil schleicht durch das Tal des Sirion. Zwischen dir und deinem Ziel lauert bereits ein Heer von Feinden."
(aus: "Tuor und seine Ankunft in Gondolin")

Er war der Sohn Huors und somit mit dem Haus Hador verwandt. Doch sein Vater fiel in der Nírnaeth Arnoediad, der 5. Schlacht Beleriands, und so brachte ihn seine Mutter Rían zu den Sindar von Mithrim, wissend, dass ihr Ende ebenfalls gekommen war und er dort eine unbeschwerte Kindheit verleben würde. Ganz wie sein Vater war er nicht nur wunderschön, groß, stark und tapfer, sondern er erlangte unter der Macht der Elben auch das gleiche Wissen und die Kunstfertigkeit, welche sonst nur den Prinzen der Menschen zugedacht waren.

Das Erste Zeitalter unter dem Einfluss von Morgoth jedoch war nicht minder gefährlich als das Dritte unter Sauron, und so verließ Tuor, obwohl noch jung an Jahren, mit jenen Elben, die ihn aufzogen, seine Heimat und unter der Führung Annaels kamen sie in die Höhlen von Androth, wo sie fortan lebten. Viele Jahre zogen ins Land, doch als Tuor das 16. Lebensjahr erreichte und in den Augen Annaels kräftig und alt genug war, den Bogen der Elben zu führen, sollte ihre Reise in Richtung Süden gehen, wo sie die Pforte der Noldor, die Annon-in-Gelydh, zu erreichen ersuchten, jener Ort, den einst Turgon vor langer Zeit errichtet hatten.

Tuor wusste nicht wieso, aber dieser Name löste bei ihm ein Verlangen und ein Feuer aus, welches er von diesem Tage an nie wieder loswurde. Sein Ziel ward es fortan Turgon zu finden und mit ihm Seite an Seite jene zu bekämpfen, die für all sein Leid verantwortlich waren. Vielleicht wäre es ihm gelungen, Annael davon zu überzeugen, dass er seinem Ruf folgen muss, doch eine Horde von Orks sah die ins Land ziehenden Elben, zerstreute sie, tötete einige von ihnen und nahm sehr viele Gefangen - unter ihnen auch Tuor.

Drei Jahre lang war er ein Sklave in den Bergwerken Morgoth', ehe es ihm gelang zu fliehen. Von seinem Volk aber war niemand mehr da, und so irrte er allein umher, immer die Angst im Nacken und die Ungewissheit auf ein Morgen vor Augen. Er fühlte sich als Versager, unwürdig mit seinem Vater und seinem Onkel in einem Satz genannt zu werden. Dann aber, nachdem er viele Sonnen- und Mondwenden hindurch fast im Selbstmitleid ertrank, besann er sich seiner wahren Bestimmung und folgte seinem Herzen.

Das Feuer Turgons, welches immer noch in ihm loderte, wollte frei sein und so machte er sich auf den Weg nach jenem Fremden, der seinen Puls schneller schlagen ließ. Wider jeder Gefahr vertraute er auf seine Sinne, und mit Hilfe von Gelmir und Arminas - zwei Noldor aus dem Volk Finarfins - überschritt er die Grenze nach Nevrast, um letztendlich die Hallen Vinyamars zu finden. "Er wusste nicht, dass er in dieser Stunde als einer der Mächtigen des Westens in Erscheinung trat, würdig, der Vater jener Könige zu sein, von denen die Könige der Menschen jenseits des Meeres abstammten, und in der Tat war dies sein Schicksal."

An der Wand hinter dem steinernen Thron sah Tuor einen Schild, eine groe Halsberge, ein Helm und ein Schwert hängen, ein Equipment, welches ihm fremd und gleichzeitig sehr vertraut war und so sah er es als Herausforderung an, sich diesem zu bemächtigen. "Aber nachdem er diese Waffen ergriffen hatte, ging eine Veränderung mit ihm vor, und sein Herz erfüllte sich mit Kraft." Ulmo selbst war es, der ihn hierher geleitete und ihm das Verlangen gab, nach Schild und Bogen zu greifen. Und er war es auch, der ihm sagte, dass es sein Schicksal sei "Turgon zu finden und die Verborgene Stadt mit eigenen Augen zu sehen; denn du bist auserkoren, mein Bote zu sein und jene Waffen zu tragen, die ich vor langer Zeit für dich bestimmt habe. Doch jetzt musst du schattengleich die Gefahren durchqueren. Deshalb hülle dich in diesen Umhang, und wirf ihn niemals ab, bevor du nicht an das Ziel deiner Reise gelangt bist."

Er, der sich selbst als ein Sklave betrachtete, der sich als Geächteten sah und der heimatlos war - er wurde von Ulmo auserwählt um das Schicksal der Menschen und Elben zu wenden. Manwe selbst wandte sich in diesem Moment gegen Ulmo, denn er konnte nicht gutheißen, dass er jenen half, die ihresgleichen so verrieten, doch der Herr der See hatte seine ganz eigenen Pläne mit Tuor...

An der Seite von Voronwe und mit der Hilfe Ulmos gelang es Tuor nach 37 Tagen Gondolin zu erreichen und wider aller Erwartungen Voronwes die sieben Ringe des Verborgenen Königreiches zu durchqueren. Er überbrachte die Nachricht, die ihm aufgetragen und blieb in der schönsten aller Elbenstädte. Zwar hörte Turgon nicht auf die Warnung, die ihm Ulmo zukommen ließ, doch auch wenn sie von großer Wichtigkeit, so war sie doch nur zweitrangig, denn der Vala hatte viel größere Pläne mit Tuor: er sollte Idril, die Tochter des Königs kennen und lieben lernen.
(Anmerkung: Es ist sehr fraglich, ob es hierbei des Einflusses von Ulmo bedurft hätte, denn man konnte gar nicht anders, als sich in die Königstochter zu verlieben!)

Turgon, der sich an die Worte Ulmos erinnerte, dass jemand kommen und die Waffen tragen würde, welche in seiner alten Heimat zurückgelassen wurden, fand in Tuor nicht nur einen Freund und treuen Wegbegleiter, sondern er schlug ihm auch die Bitte nicht ab, seine Tochter - obgleich vom Geschlecht der Elben - heiraten zu dürfen und schon bald sollte aus dieser Verbindung ein Sohn entstehen, der Earendil genannt ward.

Als Gondolin durch den Verrat Maeglins von Orks, Balrogs und anderen gefährlichen Anhängern Morgoths angegriffen und niedergebrannt wurde, kämpfte Tuor zwar mit dem Mute seines Vaters an der Seite von Turgon, als er jedoch sah, dass die Stadt nicht zu halten war, tötete er den Verräter und brachte Idril, Earendil und alle, die er sonst noch erreichen konnte, in Sicherheit.

Im Sirion-Tal angekommen, schlossen sie sich mit den Flüchtlingen Doriaths und Nargothronds zusammen und kämpften fortan zusammen gegen den gemeinsamen Feind.

Es heißt, dass Tuor in Nan-tathren ein Lied auf Ulmo schrieb und dass er, als er es sang, die Sehnsucht nach dem Meer, welche er einst vom Herrn der See selbst erhalten hatte, auf seinen Sohn übertrug.
Tuor und Idril aber bauten sich ein Schiff, welches sie Earráme - Meeresschwinge - nannten - und segelten, als ihre Zeit gekommen war, in den Alten Westen. (Es steht geschrieben, dass Tuor der Einzige war, der in Valinor an der Seite einer Elbin leben durfte.)
Ulmos Vorsehung erfüllte sich schließlich in Tuors Sohn Earendil, der zusammen mit Elwing zwei Söhne zeugte, von denen der ältere der Erster König der Númenórer wurde. Sein Name: Elros Tar-Minyatur, der Name seines Bruders: Elrond.

Doch das ist eine andere Geschichte...

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Letzte Änderung: 30.06.2019 21:28:24