Selbst die Dunkelheit muss weichen. Ein neuer Tag wird kommen und wenn die Sonne scheint, wird sie umso heller scheinen. Herr der Ringe, Die zwei Trme
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HÚRIN

"Hier bleibe nun", sagte Morgoth, "und schaue über die Länder, in denen Elend und Verzweiflung über alle kommen wird, die du mir ausgeliefert hast. Denn du hast es gewagt, mich zu verspotten und die Allmacht Melkors anzuzweifeln, der Herr über Ardas Geschicke ist. Deshalb sollst du mit meinen Augen sehen, mit meinen Ohren hören, und nichts soll dir verborgen bleiben."
(Aus: "Narn i Hîn Húrin; Die Geschichte der Kinder Húrins")

Es war das Jahr 441 des EZ der Sonne, als Húrin, Sohn Galdors und Hareth' - des Herrschers der Edain - , als Nachfahre des Hauses Hador das Licht der Welt erblickte. Er und sein drei Jahre jüngerer Bruder Huor hatten nicht nur viel gemein, sondern auch ihre ganze Art und ihr komplettes Wesen von ihrem Großvater geerbt, der niemand Geringeres war als der Fürst der Edain: Hador Goldscheitel. Genau wie er waren sie groß und stark, hatten goldene Haare und Feuer im Blut. Während Huor an Schnelligkeit kaum zu überbieten war, waren die größten Stärken Húrins Ausdauer und Beständigkeit.

Nicht einmal die Hochzeit Húrins mit Morwen, der Tochter Baragrunds, konnte die zwei Brüder entzweien, die sich näher standen als sonst ein Geschwisterpaar in Mittelerde und nur selten sah man den einen ohne den anderen. Morwen, aufgrund ihres Aussehens auch Elbenschein genannt, gebar Húrin drei Kinder: Túrin und Urwen (auch Lalaith genannt) und Niënor, doch was so wunderbar begann, sollte als eine der schrecklichsten Geschichten des Ersten Zeitalters enden...

Es war das Jahr 473, als die Schlacht der Ungezählten Tränen begann und Húrin für seinen König zusammen mit dessen Herrn in den Krieg zog. Alle um ihn herum sah er fallen, niedergemetzelt vom größten Feind dieser Zeit. Als er dann auch noch den Tod seines Bruders mit ansehen musste, sah auch er, der wie niemand sonst Hoffnung und Zuversicht verbreitete, keinen Sinn mehr im Leben und so wollte er eins sein im Tode mit Huor. Morgoth aber hatte andere Pläne, denn es war ihm nicht entgangen, dass Húrin über Informationen verfügte, welche er schon seit unendlicher Zeit gern in seinem Besitz hätte: Er kannte den Weg nach Gondolin.

Húrin aber war nicht gewillt seinen König zu verraten, denn er war nicht nur einfach ein "Krieger" der Elben, sondern er liebte dieses Volk, welches so viel von seiner Güte und seinem Wissen an sie - die Menschen - weitergegeben hatte und so hielt er Wort, gleich, was auch immer Morgoth ihm antat, welche Schmerzen er ihm auch zufügte, welche Drohungen auch immer er aussprach. Erzürnt und wütend ob solcher Standfestigkeit quälte Morgoth seinen Gefangenen daraufhin in einer Art und Weise, zu der selbst Sauron Zwei Zeitalter später kaum fähig gewesen wäre: "Über allen, denen deine Liebe gilt, wird mein Schatten liegen wie eine Wolke des Unheils, das sie in Finsternis und Verzweiflung stürzen wird. Wo sie auch immer gehen, wird das Böse vor ihnen aufstehen. Wann immer sie sprechen, werden ihre Worte schlimme Folgen haben. Was immer sie tun, es wird sich gegen sie selbst richten. Sie werden ohne Hoffnung sterben, und sie werden ihr Leben und ihren Tod verfluchen!"

Dreißig Jahre lang sollte die Gefangennahme Húrins währen, der am Gipfel des Thangorodrim "befestigt" alles mit ansehen musste, was seine Familie und seine Freunde erlitten. Erst nachdem auch seine letzten beiden Kinder Túrin und Niënor den Tod fanden (Urwen starb bereits als Kind an der Pest), ließ Morgoth ihn ziehen. Auf der Suche nach dem Grab seiner Nachkommen fand er auch Morwen, die an der Cabed Naeramarth am Gedenkstein ihrer Kinder verweilte und ebenfalls, mit ihrem Leben abgeschlossen, im Sterben lag.

Wutentbrannt ging er nach Nargothrond, wo er sich das Nauglamír König Thingols aus den Schätzen Felagunds aneignete und den Kleinzwerg Mîm erschlug und seinen Weg nach Menegroth weiterging um dort seinem einstigen Freund König Thingol einen der größten Schätze vor die Füße zu werfen. Er fühlte sich verraten und im Stich gelassen, denn er, der wie fast niemand sonst aus seiner Sippe an Thingol und seine Taten glaubte, musste sehen, dass er im Moment der größten Not eben doch nicht auf jenen zählen konnte, für den er bereit gewesen war, sein Leben zu geben...

Selbst Melian konnte Húrin weder die Trauer aus seinem Herzen nehmen noch seinem Verstand die Wahrheit aufzeigen und so hat er sich letztendlich im Jahre 503 EZ zum Sterben in das Westmeer gestürzt.

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Letzte Änderung: 30.06.2019 21:28:24