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DENETHOR II.

Denethor II."Ah, ich verstehe. Nun kann Faramir, der Heermeister Gondors, zeigen, was er wert ist. Lieber nicht. Diesen Auftrag vertraue ich nur deinem Bruder an. Dem einen, der mich nicht enttäuschen wird."(LotR,TTT)

Stolz war der im Jahre 2930 DZ geborene Sohn Ecthelions II. , stark und klug und genau das war es, was Finduilas von Dol Amroth, die Schwester des Fürsten Imrahil, an ihm bewunderte und liebte und warum sie ihn 2976 DZ ehelichte. Das Glück vervollkommnete die Geburten ihrer Söhne Boromir (2978 DZ) und Faramir II.. (2984 DZ). Doch mit dem frühzeitigem Tode seiner Frau nur 12 Jahre nach ihrer Heirat wurde aus dem edlen und aufrichtigem Mann ein gebrochenes Etwas, dessen Herz und Verstand grimmig, zornig und leer wurden ...

Im übertragenem Sinne seiner Seele beraubt, zählte für Denethor fortan nur noch die Macht. Die Macht über seine beiden Söhne, die Macht über den Thron Gondors, ja selbst die Macht, sich Saurons Artefakte zu eigen zu machen. Geblendet von seinem eigenen Ich sah er dabei gar nicht, in welche Gefahr er sich und seine Lieben dabei brachte.

Boromir blieb sein einziger Stolz, war er doch wie sein Vater in früheren Tagen: mutig, und immer zum Kampfe bereit und so machte der ab dem Jahre 2984 DZ herrschende Truchsess von Gondor auch keinen Hehl daraus, wem seine Zuneigung gegenüber seinen Söhnen galt. Dass er seinen Jüngsten mit Sätzen wie "Wo ist er? Wo ist Gondors Bester? Wo ist mein Erstgeborener?" verletzte, merkte er entweder nicht oder aber es war ihm schlichtweg egal. Selbst das Einschreiten Boromirs, der im Gegensatz zu seinem Vater seinem Bruder wohlgesonnen war, schmetterte Denethor mit Kälte ab: "Behellige mich nicht mit Faramir. Ich weiß um seine Stärken und es sind nicht viele.".

Als dem Dúnedain-Herrscher klar wurde, dass ein Kampf gegen Sauron noch während seiner Regierungszeit immer wahrscheinlicher wurde, kapselte er sich von jedem seiner Vertrauten ab. Selbst Aragorn und Gandalf traute er nicht mehr, glaubte er doch in Palantír, dem Königsstein von Minas Tirith, einen wahren neuen Freund gefunden zu haben. Ob es ihm niemals in den Sinn kam, dass Sauron mit ihm spielte, ja, dass er ihn als Marionette benutzte, dessen Fäden er nach Lust und Laune mal hier mal dorthin bewegte, ist fraglich. Fest steht nur, dass Denethor all das glaubte, was Sauron ihn wissen lassen wollte.

Als ihm das Gerücht zu Ohren kam, dass der Eine Ring gefunden wurde, sehnte sich sein kaltes Herz mehr denn je nach diesem Zauberstück. Er dachte wirklich, dass er ihn gegen Sauron einsetzen und so einen Sieg davon tragen könnte. Ihm war einerlei, was Elrond, Gandalf und Co sagten, ja nicht einmal auf Aragorn, dem eigentlichen König von Gondor, wollte er hören. Im Gegenteil. Über Aragorn selbst hatte er eine ebenso positive Meinung wie von Faramir: "Einem solchen Waldläufer beuge ich mich nicht! Er ist der letzte aus einem lausigen Geschlecht, schon lange der Würde eines Königs beraubt!" Und so sandte er schließlich Boromir, um zu erlangen, wonach sein Herz sich sehnte...

Dass sein Sohn letztendlich einer der Gefährten wurde, die den Ring nicht besitzen, sondern vernichten wollten, verstand er nicht wirklich. Er sah es als einen persönlichen Racheakt ihm gegenüber an, denn in seinen Augen wollte Gandalf Aragorn mit dieser Aktion nur auf den Thron von Gondor helfen. Geblendet von Hass sah er nicht, dass dies der einzig wahre Weg gewesen ist und als dann auch noch sein Sohn Boromir, jener, der ihm mehr als alles andere am Herzen lag, den Tod dabei fand, verlor er auch das letzte bisschen Verstand.

Als kurze Zeit später die alles entscheidende Schlacht begann und sein Sohn Faramir im weiteren Verlauf ebenfalls durch die schwarzen Pfeile der Nazgûl verwundet wurde, gab es für Denethor nur noch einen Ausweg: Den Tod. Wozu sollte es sich auch noch lohnen zu Leben? Im Königsstein ließ Sauron ihn wissen, dass das Ende kurz bevor stand und so war eine Flucht vor dem Tod nur eine Flucht vor etwas, dem man einfach nicht entkommen konnte. Aus diesem Grund wählte Ecthelions Sohn im Jahre 3019 DZ den Flammenfreitod. Er wollte sich und Faramir, den er ebenfalls schon tot glaubte, auf dem Scheiterhaufen verbrennen und es wäre ihm mit Sicherheit auch gelungen, wenn nicht Beregond beherzt eingeschritten wäre und das Leben des jüngsten Sohnes Denethors II. gerettet hätte. Für Denethor aber kam jede Hilfe zu spät.
(Im Film wurde diese Szene allerdings etwas abgeändert. Hier war es Pippin, welcher Faramir das Leben rettete.)

Doch vielleicht fand er im Tode, was ihm im Leben verwehrt geblieben war ...

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Letzte Änderung: 30.06.2019 21:28:24