... ich irrte umher ohne Gedanken und Zeitgefhl. ber mir zogen die Sterne dahin und jeder Tag war so lang wie ein Lebensalter auf der Erde. Herr der Ringe, Die zwei Trme
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BEREN

Zusammen mit Lúthien Tinúviël erlebte Beren die wohl tragischste Liebesgeschichte in ganz Mittelerde. Nicht nur, dass beide unterschiedlichen Blutes waren (Beren war ein ganz normaler Mensch, während Lúthien durch ihre Mutter Melian fast als Halbgöttin angesehen werden konnte), nein, auch die Familien beider Liebenden waren gegen diese Verbindung.
... doch gleich, was auch immer sich ihnen in den Weg stellen sollte, nichts und niemand konnte das trennen, was Eru für einander bestimmt hatte - nicht einmal der Tod selbst ...

Geboren wurde der Sohn Barahirs und Emeldirs 435 des Ersten Zeitalters. Er war nicht nur ein besonders guter Waldläufer und Jäger, nein, der Erbe des Hauses Beor wurde schon bald zum gefürchtetsten Kämpfer weit und breit.

Gerade einmal 25jährig fand er die toten Körper seines Vaters und dessen Begleiter und so schlug er sich fortan als Einzelkämpfer bis un das Königreich Doriath durch. Wer weiß, wo ihn sein Weg hingeführt hätte, wenn er, der den Ring Barahirs vor den Orks rette und die Armee Saurons fast vier Jahre in Schach gehalten hatte, nicht zufällig im Jahre 465 EZ in den Wäldern Doriaths auf Lúthien getroffen wäre, welche er dort tanzend und singend traf und die er aufgrund ihrer Stimme Tinúviël - Nachtigall - rief.

Fast ein Jahr verging, bis Lúthien Beren mit in die Hallen ihres Vaters brachte und dieser dort - ermutigt von Lúthien und Melian - um die Hand seiner Tochter anhielt. Doch König Thingol sah in Beren keinen würdigen Ehemann, denn obgleich erst 31 Jahre alt, hatte das Leben als Kämpfer in Dorthonion und in und um Doriath, sowie das Überqueren des Gebirges des Schattens - der Heimat der Riesenspinne Ungoliant - ihn zu einem ergrauten, vernarbten und gekrümmten Mann werden lassen, der eher einem Bandit, denn einem Prinzen in spe glich.

Mag sein, dass König Thingol sich durch das Auftreten Berens verspottet vorkam - vielleicht sah er auch nur die traurige Zukunft seiner Tochter voraus - jedenfalls trug er dem Freund seiner Tochter eine Aufgabe um, die von keiner Menschenseele je hätte ausgeführt werden dürfen: zwar rührte Thingol wie versprochen Beren nicht an, doch verlangte er einen der Silmaril aus der Krone, welche sich Morgoth in der Zwischenzeit aus den Schätzen Feanors hatte anfertigen lassen - als Gegenleistung für die Freigabe seiner Tochter.
(Allerdings wird arg bezweifelt, dass er mit der Konsequenz, welche dieser Auftrag mit sich zog, auch nur um Entferntesten gerechnet hatte.)

Beren, der in Lúthien die Liebe seines Lebens gefunden hatte, war nicht gewillt, sie wegen einer solchen "Kleinigkeit" aufzugeben und so nahm er sich den Ring seines Vaters Barahir und ging mit diesem zu Finrod. Dieser hatte ihn einst selbst aus Valinor mitgebracht und Barahir übergeben, nachdem dieser ihm in der Dagor Bragollach, der 4. Schlacht in den Kriegen von Beleriand im Jahre 455 des Ersten Zeitalters, das Leben gerettet hatte. Finrod erinnerte sich an den Eid vergangener Tage "Barahir und jedem aus seiner Sippe in der Not Freundschaft zu erweisen" , und so hörte er sich das Anliegen Berens ohne zu zögern an. Finrod Felagund legte darauf seine Krone über Nargothrond nieder, um seinen Eid erfüllen zu können und so zogen sie letztendlich mit acht weiteren Gefährten nach Norden, wo die Reise der Getreuen aber in den Kerkern von Tol-in-Gaurhoth endete, und in deren weiterem Verlauf alle bis auf Beren ums Leben kamen. Mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit hätte auch er sicher den Tod gefunden, wenn nicht Lúthien mit Hilfe von Huan, einem großen Jagdhund, Sauron und all seine Werwölfe mit ihrem Gesang ins "Land der Träume" geschickt und Beren, sowie alle anderen Gefangenen, frei gelassen hätte.
(Geschichtliche Information: Da Lúthien die Tochter einer Maia war, verfügte sie auch über die Gabe der Magie. Noch in der heutigen Zeit wird viel von der Macht ihrer Stimme und vor allem über ihren Schlafzauber in den Geschichten der Elben erzählt.)
Nach dem beide mit der Hilfe Lúthiens in die Gestalten Thuringwethils , der Fledermaus, und Draugluins, dem Werwolf, geschlüpft waren, gelangten sie bis in die Hallen Morgoths, wo Beren mit Hilfe von Angrist einen Silmaril aus der Krone des einstigen Vala herausschnitt. Zwar hatte Beren seinen Auftrag somit erfüllt, doch hinderte sie der Riesenwolf Carcharoth - an anderen Stellen auch als "Höllenhund" bezeichnet - daran, König Thingol den Edelstein zu übergeben, denn er biss dem Sohn Barahirs die rechte Hand ab, in der sich selbiger befand. Beren wurde bald darauf Erchamion - der Einhänder - genannt, obwohl er für sich selbst den Namen Camlost - der mit der leeren Hand - bevorzugte.

Liebe, Leben und Leiden des Geliebten von Lúthien hätten in einer darauffolgenden Jagd in den Wäldern des Esgalduin ein Ende haben können, den sowohl Huan und Carcharoth als auch Beren selbst fanden dabei den Tod. Doch bat Lúthien die Valar um ein zweites Leben für Beren und da auch die Valar den Gesängen der Tochter Melians nicht widerstehen konnten und die Trauer der Halbgöttin ihnen ihr überirdisches Herz zerriss, gewährten sie der Bitte Lúthiens, wenn sie auch fortan ein normales Leben führen musste.

Wieder vereint lebten beide auf der Insel Tol Galen, welche man nach der Anreise der beiden in Firn-i-Guinar - das Land der Toten, die Leben, umbenannte. Einsam und doch glücklich verbrachten sie die ihnen geschenkte Zeit, denn nur selten noch trafen sie Menschen oder Elben.
(Geschichtliche Information: Einzig in der Schlacht von Sarn Athrad kämpfte Beren noch einmal an der Seite der Elben, nachdem die Zwerge die Schätze "seines Volkes" gestohlen hatten.)

Zwischen den Jahren 508 und 509 EZ starben sowohl Beren als auch Lúthien, doch hinterließen sie mit ihrem Sohn Dior jemanden, aus dessen Linie einmal die Könige von Númenor bis hin zu Aragorn II. entspringen sollten ...

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Letzte Änderung: 30.06.2019 21:28:23