Frodo, ich habe geschworen, dich zu beschtzen! Herr der Ringe, Die Gefhrten
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Sam

Sam"Dass du ihn mir nicht verlierst, hat er gesagt. Und das habe ich auch nicht vor, Herr Frodo."(LoTR, TFoTR)

Samweis Gamdschie der wohl menschlichste und liebenswürdigste Charakter von allen. Sam, wie er von all seinen Freunden nur genannt wird, hat das Herz eines Kindes: er sieht die Welt, wie sie sein sollte, wie sie sein könnte, und nicht wie sie ist. Er glaubt noch an das gute im Menschen und ist bereit dafür, jedwige Gefahr auf sich zu nehmen. Manchmal vielleicht etwas kindlich naiv, ist es gerade seine direkte Art und Weise, sein positives Denken und Handeln, was einem regelrecht in seinen Bann zieht. Mehr als einmal möchte man aufspringen, nach Mittelerde gehen und ihm helfen, wenn man nur könnte...

Sam ist der Sohn von Hamfast Gamdschie, dem Gärtner Bilbo Beutlins. Er hat bei Bilbo nicht nur Schreiben und Lesen gelernt, sondern auch viel über seine Abenteuer gehört. Jedes Mal, wenn der alte Beutlin von seinen Reisen erzählte, konnte Sam nie genug davon bekommen. Akribisch lauschte er jedem seiner Worte, erst recht, wenn es um Elben ging. Elben das waren für den jungen Hobbit nicht nur unerreichbare Geschoepfe, die fernab des Auenlandes wohnten, sondern Wesen, die er um alles in der Welt einmal sehen wollte. Soviel hatte er von ihnen gehört, soviel gab es noch über sie zu lernen.

So ist es auch kein Wunder, dass er darum bat, Frodo bei seiner Reise begleiten zu dürfen. In all der Zeit, als Frodo den Ring schon bei sich trug, brachte er zusammen mit Merry und Pippin alles über ihn in Erfahrung. Abwechselnd sammelten sie Informationen wurden eine eingeschworene Gemeinschaft. Als es an der Zeit für Frodo war, das Auenland zu verlassen, stand außer Frage, dass sie ihn niemals alleine gehen lassen würden. Zwar gaukelten sie dem jungen Ringträger noch eine Zeitlang Unwissenheit vor, aber auf ihrer Reise nach Bree weihten sie ihn ein und bestanden darauf, mit ihm zu gehen, da der Weg viel zu weit und zu gefährlich war.

Doch so herzensgut Samweis Gamdschie auch war, so misstrauisch war er gegenüber allem, was er nicht kannte. Als Aragorn, der nicht verriet, wer er war, seine Hilfe anbot, lehnte er erst einmal ab, da er ihn für einen Spion und somit für eine Gefahr hielt. Er konnte und wollte nicht zulassen, dass seinem langjährigen Freund etwas zustößt und deswegen war er auch wenig erbaut darüber, dass Frodo Aragorns Bitte gewährte.

Nachdem Frodo auf der Wetterspitze verletzt wurde, ging er zusammen mit den anderen Hobbits und Aragorn nach Bruchtal, da des Königs Kräfte nicht ausreichten, um eine durch eine Nazgûl-Klinge beigefügte Wunde zu heilen. Zwar war Sam von den Elben und ihrer Gastfreundschaft überwältigt, und satt sehen konnte er sich an ihrer Schönheit und ihren Künsten wahrlich nicht, doch sein erster Wunsch nach der Genesung Frodos war es, wieder mit ihm heimzukehren ins Auenland. Dieser jedoch blieb unerfüllt, denn Frodo entschied sich auf der Versammlung des Rates, den Ring nach Mordor zu bringen und ihn in den Feuern des Schicksalsberg zu vernichten.

Für Sam stand nun außer Frage, dass er seinen Freund auch weiterhin begleiten würde, und so wurde er ein Mitglied der Gemeinschaft. Als einziger jedoch von allen blieb Sam bis ganz zum Schluss bei Frodos. Während sich die Gefährten bei Parth Galen trennten, bemerkte Sam, was Frodo vorhatte und ließ ihn nicht gehen, es sei denn, er würde ihn mitnehmen. Frodo, zum Anfang nicht gerade begeistert davon, willigte letztendlich ein, was er aber später in keiner Sekunde bereut hatte.
Immer wieder bewahrte er Frodo, dessen Kräfte mit jedem Tag, da er den Ring an seinem Körper trug, immer mehr schwanden, das Zauberartefakt zu benutzen. Sam tat alles in seiner Macht stehende, um die Menschlichkeit in Frodo zu erhalten. Er wurde auf seiner langen Reise oft von Frodo verletzt, wenngleich weniger körperlich als mit Worten, aber das nahm er alles in Kauf, denn er sah, dass Frodo schon lang im Banne des Ringes, und somit unter Saurons Einfluss stand.

Er war auch dagegen, das Geschöpf Gollum mitzunehmen und am Leben zu lassen. Frodo, außer Stande die wahren Absichten Gollums zu sehen, hatte Mitleid mit der Kreatur, die nur noch ein Schatten seiner selbst war und bestimmte ihn als "Führer". Sam, keinen Hehl daraus machend, was er von ihm hielt, beteuerte immer wieder seine Bedenken, denn immerhin hatte Gollum es nur auf den Ring abgesehen, aber er stieß damit auf taube Ohren beim Ringträger.

Doch gleich, wie schwer der Weg, den beide zusammen gingen, auch immer war, Sam versuchte stets das beste in allem zu sehen und so brachte er mit seinem Mut, seinen Geschichten und seiner Lebensfreude immer wieder sonnige Momente in manchmal triste Tage. Als Gärtner die Natur kennend, kochte er, wann immer es die Zeit zuließ, die schönsten Mahlzeiten, auch wenn Frodo selten davon etwas anrührte.

In all der Zeit, die ihr langer Weg zum Schicksalsberg dauerte, kämpfte Sam auf seine Art für eine bessere Welt. Nicht mit Waffen und nicht gegen einen bestimmten Gegner, nein, er kämpfte für die Freundschaft und das Gute in der Welt, für positives Verhalten und für Kaninchenbraten, gegen einen immer verachtender werdenden Gollum gegen die Verwüstung von Beutelsend. Es waren die kleinen Dinge des Lebens, die für ihn wichtig waren, welche aber dennoch Großes bewirkten. Das für ihn schönste Andenken seiner Reise war eine kleine Kiste mit Blumenerde, welche ihm Galadriel in Lothlórien übergab, zusammen mit dem Samen eines Mallorn.

Nach dem Ende des Ringkrieges ging er zurück ins Auenland und heiratete seine Freundin Rosie Hüttinger, mit der er zusammen dreizehn Kinder bekam. Er wurde im Jahre 1427 A.Z. Bürgermeister und hielt dieses Amt bis 1476 A.Z. inne. 1434 A.Z. wurde er zusammen mit Merry und Pippin zu Ratsherrn des Nördlichen Königreiches durch König Elessar ernannt. Als seine Frau im Jahre 1482 starb, fuhr auch er zusammen mit den Elben in den Alten Westen, nachdem er seiner Tochter Elanor zuvor das "Rote Buch der Westmark" übergeben hatte, welches er um seine Abenteuer vervollständigt hatte.

Eine Antwort jedoch können wir Samweis Gamdschie heute erst geben, auch wenn er sie vielleicht gar nicht mehr wahrnehmen kann. Wisst Ihr noch, was Sam fragte, als sie auf der anderen Seite in Parth Galen ankamen und sich auf den Weg nach Mordor machten? Er wäre sicher stolz zu erfahren, dass er für viele der wahre Held der Ringgeschichte ist ....

"Ich wüsste zu gern ob wir jemals in Geschichten vorkommen."

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Letzte Änderung: 30.06.2019 21:28:23