Mittelerde steht am Rande der Vernichtung. Herr der Ringe, Die Gefhrten
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HOBBITS

"Auch der Kleinste vermag den Lauf des Schicksals zu verändern." (Galadriel; "Die Gefährten"; Kaufkassette.)

Klein, leichtfüßig und sogar in einer eigenen Zeitrechnung lebend, das sind die Hobbits. Ein Volk, dessen Familien unterschiedlicher gar nicht sein könnten, und welches doch vor Zusammenhalt und Loyalität dem anderen gegenüber nur so strahlt. Sie sind weder gewalttätig noch kriegerisch, ja, sie können nicht einmal zaubern und dennoch spielten sie im alles entscheidenden Moment die wichtigste Rolle. Sie, die so zerbrechlich wirken, die nur die Größe eines Menschenkindes haben und in den meisten Fällen sogar das Wasser der Flüsse scheuen, genau sie wurden zum mächtigsten Gegner Saurons. Diesen kleinen, fast schon unscheinbaren Wesen gelang etwas, was allen anderen, gleich ob Elb, Mensch oder Zwerg, Zauberer oder Maia, verwehrt blieb: Die Vernichtung des größten Feindes Mittelerdes.

Einst waren sie ebenso groß wie die Menschen, aber im Laufe der Jahrtausende wurden sie immer kleiner. Selten maß jemand mehr als vier Fuß, aber es war auch niemand weniger als drei Fuß hoch. (Irdischer Vergleich: Dies entspricht etwa eine Größe von 90cm bis 1.20m). Es heißt, dass ihr eigener Lebenswandel ihre Körpermaße in der Länge schrumpfen ließ, was jedoch in diesem Fall nur von Vorteil war, mussten sie sich doch immer wieder vor der Gefahr von außen verstecken. Vielleicht war dies ja auch mit ein Grund dafür, dass die größte Gabe der Hobbits ihr auffällig lautloses Verschwinden war? Wie dem auch sei. Es war zweifelsohne mit ein Grund dafür, dass Sauron in all seiner Zeit, welche er in Mittelerde verweilte, nie etwas von einem Volk namens Hobbits gehört hatte und so bleibt es fraglich, ob er diesen kleinwüchsigen Menschen jemals Beachtung geschenkt hätte, wenn nicht Gollum Bilbo und das Auenland bei seiner Folter verraten hätte. Doch sollten wir die Uhr noch einmal knapp zweitausend Jahre zurückdrehen, und schauen, wie es damals alles begann...

Es war um das Jahr 1050 DZ, als die Dúnedain in Arnor den Hobbits das erste Mal begegneten. Genauer gesagt, den HARFÜßEN von ihnen. Sie gaben ihnen den Namen Halblinge (im Sindarin hießen sie fortan Periannath - Einzahl: Perian), denn auch wenn die Dúnedain in der jetzigen Zeit über eine ganz normale menschliche Größe verfügen, so waren sie einst viel größer. Später kamen dann auch die anderen beiden Stämme der Hobbits - die FALBHÄUTE und die STARREN - in dieses Gebiet und so überließ ihnen der König von Arthedain, Argeleb II., schließlich im Jahr 1600 DZ das Gebiet, welches einmal als das Auenland bekannt werden sollte. So gesehen ist es also der Verdienst der beiden Falbhäute Marcho und Blanco, dass das Shire, wie es in der englischen Version des Herrn der Ringe heißt, so schön entstehen und erblühen konnte. Die einzige Auflage, welche die beiden Hobbits damals vom König erhielten, war das beschützen der Grenzen gegenüber Eindringlingen und diese haben sie bis weit ins Vierte Zeitalter hinein gehütet und somit nicht nur von Unkraut jedwiger Art frei gehalten.
(Geschichtliche Information: Um diesen Tag niemals zu vergessen und auch König Argeleb II. Tribut zu zollen, legten sie letztendlich gar ihre ganz eigene Zeitrechnung fest und so ist das Jahr 1601 DZDZ das Jahr 1 des Auenland-Kalenders.
Nur zweimal in der Geschichte des Auenlandes weiteten sie ihre Grenzgebiete aus: Das erste Mal 740 AZ, als die Brandybocks sich im Bockland ansiedelten und 1452 AZ, als König Elessar ihnen die Westmark zum Geschenk machte.)

Das Volk der Halblinge wuchs mit seinen Stämmen zusammen und wurde schon bald eine Gemeinschaft aus Bauern, Gärtnern und Handwerkern. Für alle jedoch galt nur eines: Immer schön mit der Ruhe und nur nichts übereilen. Es gibt nichts, was so dringend ist, als dass man eine der Mahlzeiten dafür ausfallen lassen müsste. Des weiteren legten sie, gleich, wo auch immer sie einst herkamen, sehr viel Wert auf Familientradition und -etikette Alleine durch die verwandtschaftlichen Verhältnisse wurde soviel geregelt, dass die meisten Bürokraten, wie man sie unter Elben, Menschen und Zwergen kennt, unnütz waren. So ist es auch nicht verwunderlich, dass es kaum eine Regierung im Auenland gab. Einzig das Amt des Thain - des Kriegshauptmannes - und das des Bürgermeisters von Michelbingeh standen zur Wahl. Während der Thain immer aus der Tuk kam und in Friedenszeiten nicht einmal was zu tun hatte, unterstanden dem Bürgermeister zwölf Landbüttel und - für ihn sicher am wichtigsten: Der Postbetrieb - immerhin wechselten bei all den ganzen Feierlichkeiten innerhalb eines Kalenderjahres im Auenland eine Menge Einladungen und Glückwünsche ihren Besitzer. Ob ihnen aber auch klar war, dass nicht sie für den Frieden in ihren eigenen Grenzen, sondern die Dúnedain des Nordens und die Elben verantwortlich waren?

Was sie noch so taten? Wenn sie nicht gerade ihre wunderschön und gleichzeitig etwas sonderbar wirkenden Smials aus- und umbauten (dies waren in Hügel eingelassene Häuser, in denen es keine Ecken und Kanten gab, da alles, einschließlich der Fenster und Türen, rund gebaut wurde), dann beschäftigten sie sich liebend gerne mit der Ahnenforschung oder tranken in eine der vielen Gaststätten des Ortes ein gepflegtes Bier oder rauchten ihre auch über das Auenland bekannten Pfeifen. In der Tat war das Pfeifenkraut dank Gandalf bis nach Valinor gekommen.

Und wenn all das nicht zutrifft, ja dann befreien eine Handvoll von ihnen mal eben die Welt von dem Schrecklichsten und Dunkelsten aller Feinde - vor Saurons ... aber das ist eine ganz eigene Geschichte ...

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Letzte Änderung: 30.06.2019 21:28:22