Ja, sie sind unentschieden und haben Schwchen, aber auch Mut und Ehre kann man unter den Menschen finden. Herr der Ringe, Die Gefhrten
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MELKOR

Morgoth / Melkor"Und du, Melkor, sollst sehen, kein Thema kann gespielt werden, das nicht in mir seinen tiefsten Grund hätte, noch kann das Lied einer ändern mir zum Trotz. Denn wer dies unternimmt, nur als mein Werkzeug wird er sich erweisen, um Herrlicheres zu schaffen, von dem er selbst nichts geahnt."
(Ilúvatar, Ainulindale, Silmarillion)

"Der machtvolle Anführer" wurde er einst in den Reihen der Valar genannt, und machtvoll waren alle Taten des Bruders Manwes. Von Anfang an widersetzte er sich dem Willen Ilúvatar, gleich, wie viel seiner Kräfte er ihm auch immer verdanken mochte. Es war unter seiner Würde, nur das zu tun, was ihm vorbestimmt wurde, und so säte er Verwirrung und Unordnung in die Gedanken seiner Brüder und Schwester. Er unterbrach mehrmals die Musik, welche die Ainur zur Schaffung Ardas benötigten, und als es dennoch vollendet wurde, empfand er nur noch Hass für jene, die eigentlich wie er waren.

Als es daran ging, ihre Melodie zu Formen und Arda zum Leben zu erwecken, zerstörte er, was sie erschufen: Sich selbst in ein Kleid aus Eis und mit einer Krone aus Qualm und Feuer versehend, schritt er über den noch jungen Kontinent und schmiss Berge, welche liebevoll hochgezogen wurden, wütend um. Er leerte die Meere mit tosendem Rauschen und vernichtete die Saat, welche Yavanna mühevoll gepflanzt hatte. Erst Tulkas, der Starke, konnte ihm Einhalt gebieten und so wurde Melkor für die Dauer von drei Zeitaltern in Ketten gelegt.

Als der Zeitpunkt gekommen war, dass Melkor abermals in den Ring der Valar geführt wurde, versprach er Reue und so wurde sein Urteil von einst aufgehoben. Doch Melkor hatte die Unwahrheit gesprochen, denn Hass keimte in den vergangenen 3000 Jahren, in denen er an Eisen geschmiedet über sein Verhalten nachdenken musste, auf. Hass auf das, was die Ainur in der Zeit erschufen und Feindseligkeit über jene, die ihn seiner Freiheit beraubten.

So heuchelte Melkor dem Rat vor, dass er auf Arda wiedergutmachen wollte, was er vor langer Zeit zerstörte, und man ließ seiner Bitte gewähren. Doch Melkors Seele war in den vergangen Jahrtausenden schwärzer als die Dunkelheit geworden, und sein Racheplan abscheulicher als alles, was man sich vorstellen konnte. In einer Gegend, in der Orome nur seltener Gast war und fern von den Augen Yavannas errichtete er im Norden Ardas seine Festung Utumno, in der er seinen teuflischen Plan umzusetzen versuchte. Aus den Ainur, welche Gefallen an seinen grausamen Plänen fanden, erschuf er sich Ungeheuer, welche kaum eine sterbliche Seele bändigen konnte und schon bald schlossen sich ihm niedere Dämonen, Maiar, die ihm gleichgesinnt waren und Valarauka - Balrogs - an. Als seine Armee groß genug war, griff er die Valar auf der Insel Almaren an und zerstörte die zwei großen Leuchten Illuin und Ormal, welche Aule einst erschaffen hatte um Licht in die Welt zu bringen. Das Zeitalter der Dunkelheit brach heran...

Die Valar zogen nach Westen und errichteten sich ein neues Königreich, während die Länder um ihnen herum in eine unbeschreibliche Unordnung verfielen. Doch die Angst König Manwes vor Melkor war groß, und so erschuf er das Gebirge Pelóri, welches als Schutzwall zwischen der neuen Bleibe der Valar und Melkor dienen sollte. Zwar konnte Melkor wirklich nicht mehr in das Reich der Valar eindringen, jedoch entging ihnen auch auf diese Art und Weise, was ihr einstiger Verbündeter den Kindern Ilúvatar antat:

Sie, die die schönsten und reinsten Lebewesen auf Arda waren, waren noch so unschuldig und voller Angst, als sie am See von Cuiviénen erwachten. Jene, die sich auf ihrem Weg in den Westen verirrten, waren somit eine leichte Beute für Melkor, der ihnen einredete, wie schlecht die Valar sind. Die Elben, die seinen Worten glaubten, folgten ihm blind und so erschuf sich Melkor, nachdem er sie lange gefoltert und malträtiert hatte, eine neue Rasse aus ihnen: die Orks. Sie waren wie ein Spottbild gegenüber des Antlitzes der Elben: Klein, mit spitzen Zähnen und platten Nasen, ohne jedwigen Sinn für Schönheit, Intelligenz und allem anderen, was einen Elben ausmachte.

Als man in Valinor sah, was Melkor den Erstgeborenen antat, erinnerte man sich der Verantwortung gegenüber der Elben und so zog man gegen Melkor in den Krieg. Nach schier endlos langer Zeit wurde er besiegt und abermals mit der Kette Angainor für drei Zeitalter gefesselt, mit nichts umgeben als Dunkelheit. Als er seine Zeit in Mandos' Festung verbüßt hatte, wurde er erneut in den Kreis zitiert und gelobte wiederum Reue und Besserung, und obwohl es Uneinigkeit zwischen den Valar über seinen weiteren Verbleib gab, wurde ihm gestattet sich frei auf Valimar zu bewegen.

Doch die Heuchelei, welche er auch diesmal wieder an den Tag legen musste, ließ seinen Hass auf die Valar ins Unermessliche steigen. Nach und nach säte er erneut Zwietracht, doch diesmal in den Reihen der Elben und durch seine Wortgewandtheit gelang es ihm, den Noldor Gedanken einzuflüstern, die sie die Taten Ilúvatars und der anderen Valar hinterfragen ließen. Melkor, der dies kommen sah, gab ihnen schon vorher die Antworten, welche die Valar ihnen geben würden und so konnte er sie zu seinem Gunsten umdrehen. Er konnte sich ihrer Loyalität sicher sein, doch um ganz sicher zu gehen, dass sie ihm in jedem Fall folgen würden, verriet er ihnen gar ein Teil seines fast göttlichen Wissens.

Melkors Plan ging auf und die Zwietracht, die er gesät, entzweite die Elben. Er ging zurück nach Arda und schloss sich Ungoliant an, einem riesigen dämonischen Wesen in Spinnengestalt, welches Netze aus Dunkelheit und Unlicht webte, die selbst die Augen der Valar nicht zu durchdringen vermochten. Mit einem Trick gelang es ihm, sie mit nach Valinor zu nehmen, wo sie ein zweites Zeitalter der Dunkelheit hereinbrachte, in dem sie ihren giftigen Stachel in die Zwei Bäume Valinors grub und diese verwelkten. Ihr Licht hätte vielleicht bewahrt werden können, wenn Feanor, der in den Jahren zuvor die Silmaril erschaffen hatte, diese den Valar übergeben hätte.

Jedoch hatte Melkor an alle Eventualitäten gedacht, und seine Worte, die nichts weiter als Gift waren, schon vorher in die Ohren Feanors geträufelt, und als es nun an der Zeit war, dass die Valar Feanor um Hilfe baten, da erinnerte er sich wieder dieser und versagte ihnen ihr Anliegen. Nun aber zeigte Melkor sein wahres Gesicht, denn er stahl Feanor die Silmaril und floh nach Arda, wo er sich im Norden Angband errichtete und Mittelerdes späteren größten Feind als Oberbefehlshaber einsetzte: Sauron.

Doch ähnlich wie Sauron fast 4000 Jahre später, so kostete auch ihm jede Kreatur, die er erschaffen, jede Bosheit, die er an andere weitergab und jede Kraft, die er in Orks und ähnliches Getier legte, Unmengen an seiner eigenen Kraft und so wurde auch er am Ende gefangen genommen und besiegt. Man schlug ihm die Beine ab, fesselte ihn ein letztes Mal mit der Kette Angainor und verbannte ihn für alle Zeitalter in die Äußere Leere...

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Letzte Änderung: 30.06.2019 21:28:22