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MELIAN

Doch Melian sagte: "Das stimmt nicht, Mablung. Du hast alles getan, was du konntest, und keiner unter den Dienern des Königs hätte so viel getan. Aber durch ein böses Geschick musstest du dich mit einer Macht messen, die zu groß für dich war: Zu groß, wahrlich, für alle, die jetzt in Mittelerde wohnen."
(Aus: Narn i Hîn Húrin; Die Geschichte der Kinder Húrins)

Ein Name, so wunderschön wie die Person, die ihn trägt: Melyanna - Liebesgabe. Wahrhaft göttlich - und wenn man sich die "Frau" dahinter anschaut, dann ist dieser Vergleich gar nicht so abwegig, ist Melian doch eigentlich eine Ainu aus dem Gefolge Vánas, der Ewigjungen und Estes, der Heilerin, den beiden Valarköniginnen. In Valinor hütete die Verwandte Yavannas die blühenden Bäume im Traumland von Lórien. Es steht gar geschrieben, dass sie es war, die den Nachtigallen das Singen beigebracht haben soll ...

Es war das Zeitalter der Sterne, als es Melian nach Mittelerde zog, um dem Erwachen der Elben beizuwohnen und auch, um den Gesang der Vögel auf ganz Arda zu verbreiten.

Und so trug es sich zu, dass sie, als sie wieder einmal mit ihren Nachtigallen übte, im Wald von Nan Elmoth auf den Elbenfürsten Elwe Singollo, dem späteren Hochkönig der Teleri, traf. Welche Waffen - gleich ob irdischer oder elbischer Natur - hätte Elwe aufbringen können, um der Schönheit Melians und ihrem Gesang nicht zu verfallen? Es gab keine. Doch da auch Melian nicht abgeneigt war, verfielen beide in einen Liebesrausch, der "die Bäume Nan Elmoth' dicht und dunkel werden ließ, ehe auch nur ein Wort gesprochen wurde." Niemand vermag zu sagen, wie lang dieser Zustand andauerte. Weder gibt es Aufzeichnungen bei den Elben, noch bei den Menschen, die uns Genaueres sagen, aber es ist auch nicht wichtig. Es zählt nur, dass beide, obgleich unterschiedlicher Natur, auch nach dem Erwachen aus ihrem ganz eigenen "Koma" immer noch derart einander liebten, dass Melian nicht nach Valinor zurückkehrte.

Niemals wieder in der Geschichte gab es eine Verbindung, wie zwischen Melian und König Thingol: Melian, als eine der Ainur UNSTERBLICH und Thingol, zwar ein Elb, aber dennoch STERBLICH.
(Entgegen aller anderslautenden Überlieferungen sind laut J.R.R. Tolkien Elben nicht unsterblich. Siehe hierzu auch: Die Völker Mittelerdes, Elben.)
Durch ihre gemeinsame Tochter Lúthien wurde das Erbe der Valar gar auf die Menschen Mittelerdes übertragen.

Melian gründete mit Elwe, der den Namen Thingol annahm, das Königreich Doriath und da sie nicht nur wunderschön singen konnte, sondern auch die Gabe der Voraussicht hatte, gab sie ihrem Gemahl sehr oft Ratschläge, wenngleich dieser diese nicht immer wirklich für voll nahm. Dennoch ließ er auf ihren Geheiß hin Menegroth erbauen, denn sie sah den Untergang des wohl schönsten aller irdischen Königreiche bevor. Sie war es auch, die ihn bewog, sich aus den Kriegen der Noldor rauszuhalten und auch wenn er meist seinem eigenen Kopf folgte, so tat er auch hier, was Melian ihm riet.

(Geschichtliche Information: Immer noch das Leid der Ersten Schlacht Beleriands vor Augen, umgab sie Eglador - das spätere Doriath - mit einem Banngürtel (auch als Melians Gürtel in den Geschichtsbüchern bezeichnet). Ohne die Erlaubnis der Ainu war es für Fremde unmöglich, in dieses Gebiet hineinzukommen. Wenn sich der "Eindringling" nicht in all dem Gewirr verirrte, dann landete er zwischen all den ganzen Ringen, die das spätere Doriath umgaben, sicher als Mahlzeit bei einem der Adler Manwes auf dem Speiseteller.
Leider machte Melians Gürtel keine Ausnahme, und so fand auch niemand wieder heraus, der zufällig und ungewollt in dieser Gegend war. Es gab lediglich zwei Geschöpfe, denen der Gürtel nichts anzuhaben schien: Dies waren Beren, der spätere Gemahl Lúthiens und Carcharoth, der große Wolf aus dem Stammbaum Draugluins, der einen der Silmaril in seinem Bauch trug.)

Das Schicksal aber meinte es nicht wirklich gut mit Melian, denn, alles, was sie je liebte, hatte sie auf Mittelerde verloren: Zuerst Túrin, den sie zusammen mit König Thingol an Kindesstatt annahm und der sich letztendlich selbst das Leben nahm (Näheres siehe unter Túrin; dann Lúthien die aus Liebe zu Beren ein sterbliches Leben wählte (Näheres hierzu siehe sowohl unter Beren als auch unter Lúthien) und zum Schluss ihren Gemahl, der durch den Fluch Feanors den Tod in seinen eigenen Mauern fand - erschlagen 505 EZ in Menegroth (Näheres hierzu siehe unter König Thingol) - und so kehrte sie letztlich doch wieder heim nach Valinor. Der Zauber aber, der Doriath umgab, ging mit ihr. Es heißt, dass die Nachtigallen anders sangen und die Bäche anders flüsterten, nachdem sie Mittelerde verlassen hatte...

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Letzte Änderung: 20.09.2020 11:12:49