Ich wei, was Ihr von mir erwartet, aber ich will kein vermehrtes Leid unter meinem Volk. Ich will keinen offenen Krieg riskieren. Herr der Ringe, Die zwei Trme
Theoden
 
Home
Suche
Mittelerde
Lexika
Die Ringe
Der Feind Mittelerdes
Die Gemeinschaft
Die Völker
Götter
Elben
Erklärung
Arwen
Celeborn
Celebrimbor
Círdan
Elrond
Feanor
Finrod Felagund
Galadriel
Gil-galad
Haldir
Legolas
Lúthien
Melian
König Thingol
Hobbits
Menschen
Zauberer
Zwerge
Die Geschöpfe
Geschichtliches
Wissenswertes
Impressum


TK24.de


Menü: Home / Mittelerde / Die Völker / Elben / Lúthien

LÚTHIEN TINÚVIËL

Lúthien Tinúviël

"Und unter ihrem Schattenhaar
Sah Beren hell der Sterne Licht
Gespiegelt in dem Augenpaar
Der Elbin, der Unsterblichen.
Verfallen war sie dem Gericht.
Sie schlang die Arme wunderbar
Um ihn: Er sah ins Angesicht
Der elbisch unverderblichen."
(Aus: Das Leithian-Lied)

(Anmerkung der Redaktion: Es ist nicht möglich, die Tochter Melians und König Thingols trocken und gefühllos zu beschreiben, selbst wenn man wie wir diese Art Ausarbeitung schon unzählige Male zuvor gemacht hat. Derjenige, dem es gelingt, sie einfach in ein paar Zahlen und Fakten zu pressen und ihrem fiktivem Dasein so eine noch fiktivere Biographie zu geben, der ist fast schon zu bemitleiden. Warum? Weil der Zauber, welcher sie umgibt, ihn nicht erreicht hat. Weil er sich nicht fallen lassen und fühlen konnte und weil ihm demnach die wohl schönste irdische Liebeserklärung aller Zeiten nicht bewegen konnte: Die Geschichte von Lúthien und Beren ist die Geschichte J.R.R. Tolkiens und seiner Frau Edith, entstanden 1917 in einem kleinen Wald, als Edith für ihren Mann mit der für ihn vielleicht schönsten Stimme sang - so, wie auch Lúthien es für Beren tat - und welche erst mit dem Tod Beider endete und dennoch auch diese Zeit überdauern wird, denn auf den Grabsteinen Beider steht geschrieben: Edith Mary Tolkien - Lúthien und John Ronald Reuel Tolkien - Beren.
Welchen größeren Liebesbeweis kann es geben, als das, was zwei Menschen einmal verband, unsterblich zu machen?)

Nachtigall - so lautet der Name, den die wohl schönste Elbenfrau aller Zeitalter in Mittelerde und Valinor, einst von Beren erhielt - Tinúviël in der Sprache der Elben. Ohne Übertreibung kann man sagen, dass selbst Schönheiten wie Galadriel und Arwen neben dem Antlitz der Halbgöttin Lúthien verblassen würden. Doch es waren nicht nur die grauen Augen und ihr goldenes Haar, welche Daeron mit "Abenden unter Sternen und Schatten der Dämmerung" assoziierte und die Beren um den Verstand brachten, sondern auch ihre einmaligschöne - im Grunde mit keinen Worten der Menschheit zu beschreibende Stimme - zog ihn in ihren Bann.

Und so beginnt die eigentliche Geschichte Lúthiens bei einem Waldspaziergang, auf welchem sie zufällig auf den Menschen Beren traf. Nichts und niemand konnte sich den Gefühlen, welche beide für einander hegten, in den Weg stellen - nicht einmal ihr Vater, König Thingol. Nicht sonderlich erbaut über den Gefährten seiner Tochter legte er Beren von Beginn an Steine in den Weg - wann immer und wo immer er nur konnte, was letztendlich soweit ging, dass er als "Brautpreis" von ihm einen Silmaril aus der Krone Morgoths verlangte. Ob er ihm diese gefährliche Aufgabe stellte um wirklich nur diesen Stein in seinen Händen zu halten, oder aber ob er nur hoffte, Beren so aus der Reichweite seiner über alles geliebten Tochter zu bekommen, das vermag niemand zu sagen. Doch ist anzunehmen, dass er mit dem Ergebnis nicht gerechnet hat...

Die Liebe Berens zu Lúthien konnte durch so einen Auftrag nicht gebrochen werden und sein Ziel vor Augen, ließ er sich auf dieses Abenteuer ein. Dennoch hätten ihm all sein Mut, seine Liebe und seine Kraft nicht geholfen, wenn nicht Lúthien, ebenfalls vollster Zuneigung für Beren, ihm gefolgt und mit all ihren Zaubern zu Hilfe geeilt wäre: Mit Hilfe ihrer Stimme sang sie nicht nur Ungeheuer und Dämonen in den Schlaf, sondern es gelang ihr gar Melkor persönlich ins Land der Träume zu schicken. Ihre Mühen aber schienen umsonst, denn obgleich Beren den Silmaril in seinen Händen hielt und sie mit all ihrer fast gottgleichen Kraft die Mauern Tol-in-Gaurhoth niederriss, so war ihr Geliebter dennoch tot: Gestorben bei dem Versuch, es ihrem Vater recht zu machen.

Lúthien ging nach Valinor, denn hier in Mittelerde hielt sie nichts mehr. Dort stimmte sie ein Klagelied an, welchem selbst der Schicksalsrichter Mandos nicht gewachsen war. Gerührt von soviel Liebe und Leidenschaft gestattete er sowohl Beren als auch Lúthien ein zweites Leben, wenn auch unter der Auflage, dass sie fortan das Leben einer Sterblichen leben müsste. Wie Arwen einige Zeitalter später, so war auch sie gerne bereit, diesen Preis zu zahlen, denn alle Zeitalter, welche sie vor sich gehabt hätte, wären nichts im Vergleich zu den Jahren gewesen, welche ihr an der Seite von Beren zur Verfügung standen.

Zurück aus den Hallen Mandos' lebte sie für den Rest ihres Lebens zusammen mit Beren auf der Insel Tol Galen in Ossiriand, welche seit der Ankunft der beiden von den anderen Bewohnern Ossiriands den Namen Dor Firn-i-Guinar - Insel der Toten, die leben erhielt.

© LotR-FC.de 2003 - 2019

Letzte Änderung: 30.06.2019 21:28:21