Seite? Ich bin auf der Seite von niemandem. Denn niemand ist auf meiner Seite, kleiner Ork. Niemandem liegt der Wald noch am Herzen. Herr der Ringe, Die zwei Trme
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GIL-GALAD

Gil-galadGil-galad war ein Elbenfürst.
Die Harfe klagt im Liede noch:
Von Berg und Meer umfriedet lag
Sein Reich im Glanz und ohne Joch.

Sein Schwert war lang, sein Speer war kühn,
Weithin sein Helm aus Silber schien;
Und silbern spiegelte sein Schild
Der Sterne tausendfaches Bild.

Doch lange schon ritt er davon,
Weiß keiner, wo der Reiter blieb;
Sein Stern versank in Düsternis
In Mordors finsterem Verließ.
(Aus: "Die Gefährten")

Der Strahlenschein, wie sein Name in der Übersetzung aus dem Sindarin bedeutete, wurde als Sohn Fingons, dem Hohekönig der Noldor, im Ersten Zeitalter in Hithlum - Beleriand - geboren. Sein Geburtsname aber lautete Ereinion, Sprössling der Könige, und diesen sollte er erst ablegen, als er seine mit Silber überzogene und mit weißen Sternen bemalte Rüstung trug.

Als sein Vater in der Nírnaeth Arnoediad im Jahre 473 EZ fiel, floh Gil-galad auf die Insel Balar, wo er unter der Obhut Círdans aufwuchs. Nach dem Turgon, Hohekönig der Noldor, die in Beleriand verweilten, den Tod fand, setzte man Gil-galad an dessen statt. Gil-galad, der durch die Schule Círdans gegangen war, hatte viel von seinem einstigen Lehrer, Freund und Vertrauten gelernt, und so entging ihm nicht, dass sich im Osten die Macht des Feindes wieder verstärkte und so bat er jene um Hilfe, die in der Nähe waren: Die Könige von Númenor.

Doch auch er bot seine Hilfe jenen an, die sie in seinen Augen am meisten im Kampf gegen den Dunklen Herrscher Mittelerdes brauchten. Aus diesem Grund schickte er 1697 ZZ ein Heer, an dessen Spitze Elrond von Bruchtal ritt, nach Eregion. Sauron aber, der es zuvor angriff, war mit seiner Streitmacht dem Heer Gil-galads überlegen und so konnte das Land nicht aus dessen Händen zurückerobert werden. Dennoch gelang es, wenn auch unter größten Mühen, die Übergänge über den Lhûn zu verteidigen und als Admiral Ciryatur - jener Anführer der númenórischen Flotte, der später König über Númenor werden sollte - den Elben zu Hilfe eilte, wandte sich das Blatt. Bald darauf entstand eine Freundschaft zwischen beiden Geschlechtern, die erst geschmälert wurde, als die Númenórer in Mittelerde Tribute für ihre Taten im Kampf gegen Sauron forderten.

In all der Zeit des Kämpfens aber vollbrachte Sauron unter dem Namen Annatar zusammen mit Celebrimbor sein wohl größtes Kunstwerk: Fast unter den Augen der Elben ließ er die Ringe der Macht schmieden, und nur wenige sollten erahnen, welches dunkle Werkzeug da entstand. Als Celebrimbor aber dahinter kam, rettete er die Ringe der Elben und überbrachte sie kurz vor seinem Tod Galadriel und Gil-galad und so war der Sohn Fingons über einen kurzen Zeitraum Träger von Narya, dem Roten Ring des Feuers und Vilya, dem Blauen Ring der Luft.
(Geschichtliche Information: Beide Elbenringe aber gab Gil-galad ab: Zur Würdigung seiner Taten übergab er Vilya an Elrond und Narya ging im Jahre 1000 DZ an Gandalf, als dieser Mittelerde betrat. Beide behielten - ebenso wie Galadriel, die den Weißen Ring des Wassers, Nenya, trug - die Elbenringe, bis sie nach der Zerstörung des Einen Ringes ihre Macht verloren.
Zwar konnte Sauron im weiteren Verlauf gefangen genommen und in Númenor seiner gerechten Strafe zugebracht werden, doch bald schon fand er neue Anhänger unter den Bewohnern der Dúnedain. Mit seinen Lügen und seinen leeren Versprechen gelang es ihm, wieder zu erstarken und nach Mittelerde zurückzukehren... )

So sollte im Jahr 3430 des Zweiten Zeitalters dann auch etwas geschehen, was nie zuvor in so einem Umfang in Mittelerde passiere: Zusammen mit seinem Freund Elendil gründete Gil-galad das >Letzte Bündnis. Ein Heer, stärker als jedes, das je einen Fuß auf dieses Erdenrund gesetzt hatte, stellte sich dem größten Feind dieser Welt entgegen. In Arnor, dem Nördlichen Königreich der Menschen und Regierungssitz Elendils wurde es versammelt und ausgerüstet mit den besten Waffen, die dieses Zeitalter zu bieten hat. Ihr Weg führte sie über die Pässe des Nebelgebirges bis hin zur Dagorlad 3434 ZZ. und es steht geschrieben, dass alle Lebewesen Ardas diesen Krieg bestritten, gleich, ob Vogel oder Tier, gleich ob zum Guten oder zum Bösen. Zwar gewannen die Elben unter der Führung Gil-galads diese Schlacht, aber wie heißt es in unserer irdischen Welt? "Die Schlacht magst du gewonnen haben, doch der Krieg ist noch nicht zu Ende..."

Diese bittere Erfahrung mussten auch Elendil und Gil-galad machen. Sieben Jahre lang belagerten sie die Tore Barad-dûrs; sieben Jahre lang bekämpften sie jeden Feind, der diese Mauern durchbrach; sieben Jahre lang schien der Sieg zum Greifen nah, doch dann ... dann zeigte Sauron seine ganze Macht und schickte die Menschheit fast erneut in eine nächste Finsternis. Wie durch ein Wunder gelang es Isildur, dem Sohn Elendils zwar, mit dem Schwert seines Vaters Sauron den Einen Ring vom Finger zu schneiden und damit den Feind Mittelerdes zu besiegen, doch die Schlacht im alles entscheidenden Krieg des Zweiten Zeitalters forderte einen hohen Tribut: Sowohl Gil-galad als auch Elendil fanden in diesem Kampf den Tod.

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Letzte Änderung: 30.06.2019 21:28:21