Tief in seinem Herzen beginnt Frodo zu begreifen, das die Aufgabe sein Leben fordert. Ihr wisst das. Ihr habt es vorausgesehen. Dies Wagnis sind wir alle eingegangen. Herr der Ringe, Die zwei Trme
Galadriel
 
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Galadriel

Galadriel"Die Zeit der Elben ist vorüber. Überlassen wir Mittelerde sich selbst? Lassen wir sie alle im Stich?"(LotR, TTT)

"Hüterin des Waldes", "Herrin von Lórien". Nicht nur von unendlicher Schönheit, sondern fast schon majestätisch schritt sie die Stufen herab, als die Gemeinschaft in Lothlórien Unterschlupf und Schutz für die Nacht suchte. "Jungfrau, gekrönt mit schimmerndem Haar" bedeutet ihr Name in Sindarin, und dieser traf nur annähernd ihren Anmut. Ihr Haar war legendär, da es golden und silbern zugleich schimmerte und Gimli war sicher nicht der erste, der um eine Strähne bat. Doch trug sie auch noch den von ihrer Mutter erhaltenen Namen: Nerwen, und auch dieser war sorgfältig gewählt, denn Galadriel war nicht einfach nur eine wunderschöne und mächtige Elbenfrau, sondern sie bot mit ihren amazonenhaften Neigungen und ihrer Athletik vielen Männern die Stirn.

Wie in der Legende um Feanors Fluch nachzulesen, lebte die von den edelsten Häusern von Aman abstammende Galadriel schon in Valinor, noch bevor Ilúvatar Arda erdachte. Als Valinor jedoch von Melkor verraten wurde, schloss sie sich der zweiten Schar, den Noldor, an, die unter Fingolfins Führung nach Mittelerde gelangte. Zwar missbilligte sie Feanors Empörung, doch die Neugier auf Mittelerde weckte ein Verlangen in ihr, welches sie um jeden Preis stillen musste. Dass dieser hoch war, wurde ihr erst später bewusst, denn obwohl sie am Sippenmord von Alqualonde unbeteiligt war, wurde auch sie durch Mandos Spruch verurteilt.
(Zwar baten die Valar sie im zweiten Zeitalter um Vergebung, aber Galadriel lehnte ab und blieb in Mittelerde.)

Die Enkeltochter des Teleri-Fürsten Olwe von Alqualonde, deren Eltern niemand geringeres als Earwen und Finarfin waren, lebte lange Zeit in Menegroth, jenem Ort, an dem sie sich mit Celeborn vermählte und die Freundschaft der Königin Melian gewann. Das Feuer einer Kriegerin in sich spürend wusste sie jedoch, dass die Kriege gegen Melkor, der unter dem Namen Elben nach seiner Verbannung aus Valinor auch auf Mittelerde weilte, aussichtslos waren und so erbat sie Hilfe bei den Nandor.

Als Sauron, der sich als Annatar ausgab, mit Hilfe von Celebrimbor die Ringe der Macht in Eregion erschuf und sich sein Einfluss immer mehr vergrößerte, verließ Galadriel Eregion und ihren Gatten und ging mit ihrem Gefolge durch die Stollen von Moria nach Laurelindórinen, dem heutigen Lothlórien. Doch was nach Flucht aussah, war ein Wirklichkeit nur der Versuch, alle Waldelben, die in den Wäldern verstreut lebten zu vereinen und zum Kampf gegen Sauron vorzubereiten. Celebrimbor, der sich einst von Galadriel abwandte, bereute seine Tat, als er erfuhr, wer Annatar war, und brachte ihr vor seinem Ende einen der drei Elbenringe, die er vor Sauron in Sicherheit bringen konnte: Nenya, den Weißen Ring des Wassers. Es heißt, dass Galadriel mit ihm die Verwüstungen der Zeit aus Lórien fernhalten konnte.

Sie reiste im Dritten Zeitalter viel mit Celeborn in Mittelerde umher, mit dem sie wieder vereint war und immer wieder zog es sie dabei in den Osten zu den anderen Waldelbenvölkern. Erst nach Amroths Tod im Jahre 1981 DZ ließ sie sich zusammen mit Celeborn in Lórien nieder, um die Galadrim vor der völligen Vernichtung zu beschützen. Doch obgleich Elben eigentlich zur Isolation neigen, missachtete Galadriel die Sitten und Gebräuche ihres Volkes und rief dazu auf, sich zu vereinen auch mit den Menschen und Zwergen um gegen den gemeinsamen Feind Mittelerdes, gegen Sauron bestehen zu können. So berief sie auch den Weißen Rat ein, wo sie an Gandalfs Seite, jenen Maia, den sie schon aus Valinor kannte, um ein schnelles Vorgehen gegen die Macht in Dol Guldur ersuchte.

In der Zeit als Sauron alle Armeen um sich scharrte, erhielt Lórien Besuch von jener Gemeinschaft, die von Elrond zusammengestellt wurde, um den Meisterring in den Feuern des Schicksalsberges zu vernichten. In den Herzen der Gefährten konnte sie lesen, wie es um die Gemeinschaft bestellt war und so riet sie Frodo, nachdem sie ihm einen Blick in den Spiegel gewährt und sehen lassen hatte, was geschehen würde, wenn er scheitert, zur Vorsicht, denn der Zerfall der Gemeinschaft stand unmittelbar bevor.

Gimli wäre in jenem Moment, als Frodo Galadriel den Ring der Macht anbot und diese für den Bruchteil einer Sekunde das Gesicht zeigte, was sie dann haben würde ("Alle werden mich lieben und verzweifeln") sicher in seinem Urteil bestärkt, dass in Lórien eine Elbenhexe wohnte, doch Galadriel war mehr als das. Auch schon ohne den Ring des Wassers hatte sie die Gabe einer Seherin, wenngleich sie mehr als die Telepathie beherrschte. Sie vermochte ins Herz anderer zu blicken und konnte so deren wahre Absichten erkennen, auch wenn dieser noch gar nichts davon wusste.

Doch genau wie Gimli änderten viele ihre Einstellung. Als es an der Zeit für die Gemeinschaft war, Lórien wieder zu verlassen, erhielt jeder von ihnen ein Geschenk. Sam zum Beispiel erhielt den Samen des seltenen Mallorn-Baumes, den er auf einer Festwiese in Hobbingen pflanzte, Gimli drei Strähnen ihrer Haare, die gegenseitige Treue symbolisierten und Frodo bekam eine Phiole, in der das Licht des Sternes Earendil gefangen war, das seltenste und kostbarste Geschenk von allen. Auch die anderen der Gemeinschaft gingen nicht leer aus, doch dies ist eine andere Geschichte.

Als die Macht des Ringträgers schwand, Sauron immer stärker und Mittelerde kurz vor dem Fall stand, da erinnerte sich Galadriel wieder daran, dass Elrond genau dies vorausgesagt hatte. Sie wusste, dass die Zeit der Elben in dieser Geschichte vorüber war, doch es widerstrebte ihr, Mittelerde sich selbst und seinem Schicksal zu überlassen. Elrond sandte daraufhin sein Gefolge aus, um das letzte Bündnis, einst geschmiedet im Zweiten Zeitalter zwischen Elendil und Gil-galad, zu erneuern und so Seite an Seite mit den Menschen gegen den Feind Mittelerdes anzutreten.

Als der Ring der Macht vernichtet worden war schwand auch die Macht der Elbenringe und sie war ermüdet von all den Zeitaltern, die sie in Mittelerde verbrachte. Doch sie hatte noch genug Kraft um die Mauern von Dol Guldur niederzureißen und um der Krönung und Hochzeit König Elessars beizuwohnen, denn sie wollte es sich nicht nehmen lassen, ihre Enkelin Arwen zu sehen. Zwei Jahre später bestieg sie mit Gandalf, Elrond, Frodo und Bilbo das Schiff an den Graue Anfurten und segelte in den Alten Westen.

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Letzte Änderung: 30.06.2019 21:28:21