Ich kann es vermeiden, gesehen zu werden, wenn ich es will, doch ganz und gar zu verschwinden, das ist eine seltene Gabe. Herr der Ringe, Die Gefhrten
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FEANOR

Feanor"Seine sieben Söhne sprangen ihm zur Seite und legten denselben Eid ab, und blutrot leuchteten ihre gezogenen Schwerter im Schein der Fackeln. Sie schwuren einen Eid, wie keiner ihn brechen darf und keiner ihn schwören sollte, im Namen Ilúvatars selbst, und sie riefen Ewiges Dunkel auf sich herab, wenn sie ihn nicht hielten; und Manwe zum Zeuge rufend, Varda und den heiligen Taniquetil, gelobten sie, mit Hass und Rache bis ans Ende der Welt zu verfolgen jeden Vala, Dämon, Elben oder ungeborenen Menschen, oder jede Kreatur, ob groß oder klein, gut oder böse, welche die Zeit hervorbringen mochte bis ans Ende der Tage, wer immer einen Silmaril aus ihrem Besitz nehme, behalte oder bewahre."
(Aus: Feanors Fluch; S. 47)

"Feuergeist" nannte Míriel Serinde ihren einzigen Sohn und "Geschickter Finwe" sollte sein Name durch den Hohekönig der Noldor in Aman, König Finwe, sein. Niemals zuvor war die Namensgebung der Elben schicksalsträchtiger als in jenen Momenten, da Feanor zu den seinen kam. Geschickt wie kein Zweiter wusste er seine Hände zu gebrauchen und voll Feuer war sein Geist nicht nur bei der Erschaffung der Silmaril. Der vielleicht größte aller Elben erschuf mit seinen Steinen Juwele, welche in ihrer ganzen Pracht und Schönheit bis in alle Zeitalter hinein einzigartig bleiben sollten und welche dennoch fast im gleichem Atemzug den Zorn der Valar auf sich und somit auch auf Feanor zogen...

In Valinor lernte der spätere Erfinder der Tengwar und Führer der Noldor nur von den Besten der Besten. So ging er bei Aule und seinem Schmied Mahtan höchstpersönlich in die Lehre, wo er auch Nerdanel, die Tochter Mahtans kennen lernte und sie zur Frau nahm. Zwar gebar sie ihm sieben Söhne (Maedhros, Maglor, Celegorm, Caranthir, Curufin, Amrod und Amras), jedoch verließ sie ihn, als er unberechenbar wurde.

Nicht besser erging es ihn mit seinen Halbbrüdern Finarfin und Fingolfin, in denen er von Beginn an Rivalen um die Gunst seines Vaters und um die Herrschaft der Noldor sah. So blieb es auch nicht aus, dass diese Fehde eskalierte und Feanor eines Tages unbedacht die Waffe gegenüber Fingolfin erhob und ihn damit bedrohte. In den Augen seines Vaters war dies ein unentschuldbares Vergehen und so wurde er für zwölf Jahre aus Tirion verbannt. Er ging ohne Worte und doch nahm er das Wertvollste mit, was er besaß: die Silmaril. Daraufhin baute sich Feanor im Norden von Valinor - Formenos - eine Festung, in deren Schatzkammer er die Silmaril hineinlegte, damit sie fortan vor aller Welt verborgen blieben und so verwehrte er sogar Melkor den Zutritt zu ihnen.

Was für ein Werk Feanor mit seinen Silmaril vollbracht hatte wurde den Valar allerdings erst klar, als die Zwei Bäume von Valinor durch Ungoliant vergiftet wurden: Im Inneren der Steine war das reine ursprüngliche Licht Laurelins und Telperions für alle Zeit festgehalten, weshalb Yavanna ihn auch um die Gemmen bat, denn mit ihrer Hilfe hätte sie die Zwei Bäume vielleicht retten können. Doch Feanor wusste, dass die Silmaril zerstört werden müssten um an das Licht zu gelangen und mit dem Wissen, dass ihm so ein Kunstwerk nie wieder gelingen würde, lehnte er Yavannas Bitte ab. In der Zwischenzeit aber, in der man in Valinor versuchte, Feanor von der Wichtigkeit des Lichtes zu überzeugen, stahl Melkor dieses aus Formenos und erschlug kurze Zeit später König Finwe.

Wütend auf Melkor, wegen des Diebstahls, und auf die Valar, weil sie nicht gewillt waren ihm zu helfen, schwor er einen Eid, der nicht gebrochen werden konnte, war er doch nicht nur auf die Valar sondern auch auf Ilúvatar selbst gerichtet worden: Er und seine Söhne würden von nun an jedes Lebewesen bis zum Tode bekämpfen, das sich zwischen ihnen und die Silmaril zu stellen wagt und so nahm das Schicksal seinen Lauf.

Er brachte die Noldor - unter ihnen auch Galadriel - dazu mit ihm nach Mittelerde zu gehen und von dort aus Melkor zu bekämpfen. Aus Angst und Neugier folgten sie ihm und auch wenn sie das folgende Geschehen weder mitgeplant noch mitzuverantworten hatten, wurden auch sie durch Mandos' Fluch bestraft: In Alqualonde nahm sich Feanor gewaltsam der Schiffe der Teleri an und Unmengen von unschuldigem Blut sind dabei vergossen worden. Daraufhin wurde jeder, der Feanor begleitete - ob schuldig oder nicht schuldig - , aus Aman für alle Zeiten verbannt. Doch der "Feuergeist" Feanors hatte immer noch nicht genug und so zündete er wutentbrannt die gestohlenen Schiffe nach der Landung bei Losgar an, anstatt sie zurückzuschicken, und so mussten Fingolfin und seine Leute die Helcaraxe zu Fuß überqueren, was erneut unzählige Todesopfer forderte.

Viel war von der einstigen Größe Feanors nun nicht mehr geblieben. Blind vor Zorn und Hass auf alles und jeden geriet er in der Schlacht unter den Sternen in eine Gruppe Balrogs, welche ihn so arg verwundeten, dass er kurz darauf starb, obwohl seine Söhne ihn noch retteten. Ob durch seinen eigenen Fluch oder aber durch die Kraft seines Namens, das vermag niemand zu sagen, doch sein Geist soll auch noch nach seinem Tode so voll Feuer gewesen sein, dass sein Körper zu Asche zerfiel und in alle Himmelsrichtungen davon geweht wurde. Und auch wenn Saruman das gleiche Schicksal ereilte, so war Feanor "nur" der Sohn eines Elben, der ohne Ilúvatars dazutun die Kraft und die Macht eines Maias besaß...

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Letzte Änderung: 30.06.2019 21:28:21