Zu lange hast du meine Schwester beobachtet, zu lange hast du ihre Schritte belauert! Herr der Ringe, Die zwei Trme
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ELBEN

Einst bestand Valinor nur aus Liedern und Musik. Doch Ilúvatar wollte mehr und so hauchte er seinen Gedanken ein Leben ein. Er erschuf sich seine Kinder: die Elben. Sie waren schön und edel, verfügten über ein enormes Wissen, welches sie stets weise einsetzten, waren tapfer und friedliebend und, im Gegensatz zu allen anderen, unsterblich. Unsterblich zu sein bedeutet bei den Elben jedoch nicht, dass sie niemals sterben können, es heißt lediglich, dass sie die Welt nicht verlassen können, so lange sie besteht.

Was für viele ein Traum, ist für sie selbst eine Qual, denn auch wenn sie alle Zeitalter durchleben können, so ist der Preis, den sie dafür zahlen müssen, für keine Menschenseele tragbar: All das Leid, welches um sie herum geschieht, nehmen sie in sich auf, immer wiederkehrende Gedanken zermartern ihnen ihr Gemüt und nachdem sie alle Träume geträumt, alle Ängste durchlebt und alle Hoffnungen aufgebraucht haben, sind sie meist nur noch eine Erinnerung ihres eigenen Geistes.

Zu Beginn ihres Lebens sind sie den Menschen gar nicht so unähnlich, denn trotz ihrer langen Lebensspanne sind sie voller Tatendrang und Neugier auf die Welt um sie herum. Erst später, meist in einem Alter ab ca. 70 Jahre, sind es die Gedanken und Erinnerungen, welche sie anders denken und fühlen lassen. Melancholie bestimmt fortan ihr Leben und der Schmerz, der sich in ihnen breit macht, gewinnt die Oberhand. Die Älteren der Zwei Geschlechter (das eine Geschlecht sind die Menschen und das Andere die Elben), beneiden daher nicht selten den Tod der Menschen, denn ihnen gestattete Ilúvatar mit dem Ende des Lebens das, was er den Elben verwehrte: zur Ruhe zu kommen, Frieden mit sich selbst zu finden.

Wie schon erwähnt, können Elben nicht auf unsere Art und Weise sterben. Sollten sie aber dennoch im Krieg getötet oder so krank geworden sein, dass sie "sterben", so verlieren sie nur ihren Körper, während ihr Geist in den Hallen Mandos verweilt und nach einer Zeit der Heilung und Erholung in einem anderen Körper wiedergeboren wird. Elrond, Galadriel und Celeborn sind nur einige von ihnen, die schon in Valinor lebten und auch noch im Dritten Zeitalter in Mittelerde zu finden sind "Uralte Epigonen ihrer selbst", wie Wolfgang Krege sie einmal treffend bezeichnet hat.

Nachdem sie im See Cuiviénen erwachten und in Richtung Westen gegangen waren, lebten sie in Valinor im Einklang mit allen anderen. Sie widmeten sich der Musik und der Poesie, waren Erfinder und Schöpfer zugleich und übten sich in Hell- und Weitsicht. Ihre schönste Zeit verbrachten sie daher im Licht der Zwei Bäume von Valinor und in den hellen Nächten Beleriand. Doch als Melkor sie verriet und zu Morgoth wurde, als er die Zwei Bäume Telperion und Laurelin vernichtete, die Elben durch seinen Verrat entzweite und Valinor in eine ewige Dunkelheit hüllte, begann das Ende der Elben.

Sie, denen Einigkeit untereinander und zur Natur wichtiger war als alles andere, die jedes Geschöpf, jeden Baum, jeden Grashalm als Individuum und somit als etwas besonderes betrachteten, die Schönheit in Schmuck und Waffen zu schätzen wussten und sich allem mit besonderer Aufmerksamkeit widmeten, wurden geteilt. Der Verrat eines Vala, einer Person ihrer selbst, brachte zu Fall, was Ilúvatar ihnen einst geschenkt hatte.

Zwar legten sie immer noch Wert auf Traditionen und widmeten sich der Musik, der Kunst und der Wissenschaft, aber aus den Quendi, wie sie sich ehemals nannten, wurden nach dem Verfall Valinors und der Reise nach Mittelerde Calaquendi, Moriquendi und Sindar.


LICHTELBEN

Jene Elben, die noch das Licht der Zwei Bäume in Valinor erblickt hatten, nannte man später Calaquendi. Zu ihnen zählte man die Vanyar, die Noldor und die Teleri aus Aman.

DIE VANYAR (Singular: Vanya), waren die Blondelben. Zwar sehr klein in der Gruppenstärke, folgten sie dennoch dem Vala Orome nach Aman. Es waren die Lieblinge Manwes und Vardas und so lehrte man sie Gesang und Dichtkunst.

DIE NOLDOR, deren Name im Quenya: die Weisen, bzw. die Gelehrten bedeutete und die man im Sindarin Golodhrim nannte, waren die zweite Schar der Elben, welche von Cuiviénen nach Aman ging. Ihre technische Intelligenz erstreckte sich auf viele Bereiche des Lebens und so waren unter ihnen große Juwelenschmiede, Bergleute und Baumeister, Erfinder von Worten und Schriftzeichen. Anders als die Elben in Valinor, wollte man eigenes Leben erschaffen und somit Ilúvatar ebenbürtig werden. Und so gelang Feanor das größte aller Werke der Kinder Ilúvatars: das Kreieren der Silmaril. In ihnen leuchtet auch heute noch das Licht der ersten Tage, welches älter ist als Sonne und Mond: das Licht der Zwei Bäume.

Wissbegierig und strebsam lernten sie alles, was man ihnen beibrachte, aber schon bald reichte es ihnen nicht mehr, denn das Verweilen an einem Ort, und sei es das Paradies, war nichts für die Noldor, deren Geist rastlos und deren Willen sich eingeengt fühlte. Und so verließen sie Valinor angestachelt von Melkor und gingen nach Mittelerde. Der Fluch Feanors und seine Auswirkungen auf die Noldor hielt ein ganzes Zeitalter an, und erst nach der Vernichtung Melkors verzieh man ihnen ihre Untaten und sie konnten zurückkehren.
Doch nicht alle nahmen das Angebot an und so blieben einige in Mittelerde. Die Bekanntesten von ihnen waren: Gil-galad, Celebrimbor und Galadriel.

DIE TELERI waren die letzten der drei Elbengruppen, die nach den Vanyar und den Noldor von Cuiviénen nach Aman ging. Es war die größte Gruppe der Elben, welche sich selbst die Lindar, die Sänger, nannten. Da sie im Gegensatz zu den anderen nicht in großer Eile waren, zogen sie das Tal des Anduin hinab, gingen nach Westen und / oder ließen sich in den Wäldern des Ossiriand nieder. Nachdem sie allerdings gar Beleriand erreicht hatten und sich Alqualonde erbauten, fiel es vielen von ihnen schwer, Mittelerde wieder zu verlassen. Mit dem Einverständnis Ulmos blieben daher einige an der Westküste Mittelerdes. Diese wurden dann später See-Elben oder auch Falathrim genannt. Ihr Anführer wurde Círdan. Als Elwe, der lange Zeit verschollen galt, nach Jahren mit seiner Gattin Melian wieder zurückkehrte, gründeten sie das Königreich Doriath, dessen Fürst er unter dem Namen König Thingol wurde.
Die anderen Teleri, welche nach Aman zurückkehrten, lebten am Rande des Paradieses und lernten das bauen weißer Schiffe, welche zuerst von Schwänen gezogen wurden. Sie waren ein sehr friedlebendes Volk, bis die Noldor, angetrieben durch den Verrat Melkors, sie überfielen und ihre Schiffe raubten, um aus dem verdunkelten Valinor nach Mittelerde zu gelangen. Als die Noldor dann auch noch viele der Teleri erschlugen, wurden sie vom Fluch Mandos getroffen und fortan hielt man Abstand von ihnen. Die Noldor nannten die Teleri von Beleriand auch Sindar oder


GRAUELBEN

DIE MORIQUENDI, oder auch Elben der Dunkelheit genannt, hatten diesen Namen, weil sie weder Licht- noch Dunkelelben waren. Ihr Name wurde aber nur gebraucht, wenn sie sich von den Noldor abgrenzen wollten und so entstanden die SINDAR.

Sie waren nicht so fortgeschritten wie die Teleri, die im ersten Zeitalter lebten und ihre Künste erlernten sie hauptsächlich von den Zwergen, deren Umgang mit Stein und Metall sie hoch schätzten, und dennoch waren sie im Gegensatz zu den Noldor das lebensklügere Volk. Einer von ihnen, Daeron, erfand das Schriftsystem der Cirth, welches jedoch wenig genutzt wurde.

In Mittelerde haben sie nicht so arg ihre Spuren hinterlassen wie die Noldor, denn sie waren selbst im Krieg gegen Morgoth sehr zurückhaltend, dennoch hat ihre Sprache, das Sindarin, im Ersten und im Zweiten Zeitalter seinen Wirkungskreis durch ganz Mittelerde gezogen. Viele übernahmen diese, gleich ob Noldor, die aus Aman zurückkehrten, oder Edain, die sie als Zweitsprache benutzten. Selbst in Númenor wurde Sindarin gelernt und für die reinblütigen Dúnedain gehörte es zur guten Sitte, es sprechen zu können. Auch wenn man von Beginn an als Schrift die Tengwar bevorzugte, so hielt sich das Sindarin bis zum Ende des Zweiten Zeitalters als Hauptsprache und wurde erst danach durch das Westron verdrängt.


DUNKELELBEN

Eigentlich wurde dieser Begriff nur von den Noldor gebraucht, die damit jene Elben meinten, die nie das Licht der Zwei Bäume in Valinor erblickt hatten, da sie erst nach der Rückkehr aus Aman in Mittelerde zur Welt kamen.

Sie verwendeten ihn in vielerlei Hinsicht: als Beschimpfung für jene, die nicht wie sie waren und / oder als Bezeichnung für die Nandor.
(Als NANDOR wurden die Elben bezeichnet, welche bei der dritten Wanderung nach Aman nach Süden zogen und sich im Tal des Anduin ansiedelten. Später reichte ihr Wirkungskreis bis nach Eregion.

Nachdem sie König Thingol zu Hilfe kamen und durch die eisenbeladenen Orks fast dezimiert wurden, zogen sie sich in die Wälder zurück, änderten ihre Kleidung was ihnen bald den Namen GRÜNELBEN LAIQUENDI einbrachte und lebten fern von allem in Einklang mit Flora und Fauna. Die Waldelben des Zweiten und Dritten Zeitalters stammten von ihnen und den Avari.
(Die AVARI waren jene Elben, die sich gleich zu Beginn weigerten, die große Wanderung nach Aman mitzumachen und so entstand dass Gerücht, dass sie entweder verwildert waren, oder von Morgoth gefangen gehalten und zur Züchtung von Orks benutzt wurden.)

Auf alle Fälle jedoch bedeutete diese Bezeichnung auch eine Verwandtschaft mit den Noldor, was diese nicht wirklich so gern sahen.


Kommen wir nun aber nochmal zu den Elben an sich zurück. Name, Sprache und Schrift spielt nämlich auch eine sehr große Rolle im Leben eines Elben und da ist es gleich, ob es sich um Noldor, Nandor, Teleri, Vanyar oder Avari handelt.

Schicksalsprägend wie die Schrift, wenn sie sie niederschreiben, ist auch ihre Name. Den ersten erhalten sie von ihrem Vater gleich nach der Geburt, den zweiten, bezeichnenderen von ihrer Mutter noch etwas später. Meist besagte der vom Vater gegebene Name etwas über das Aussehen aus, wie z.B. Galadriel, deren Name: Jungfrau, gekrönt mit schimmernden Haar bedeutete.
Von ihrer Mutter dagegen wurde sie Nerwen getauft Mann-Mädchen was auf ihr amazonenhaftes Auftreten deutete.(Sie war nicht nur sehr sportlich, sondern auch sehr kriegerisch veranlagt, kannte weder Schmerz noch Angst, und war in vielen Disziplinen ihren männlichen Konkurrenten weit überlegen.)
Nicht selten jedoch erhielten sie noch einen dritten Namen, der aussagte, was sie in ihren ganzen Zeitaltern erreicht hatten. (Galadriel erhielt so den Beinamen: "Herrin von Lórien" / "Herrin von Lothlórien".)

Eines jedoch steht im Gegensatz zum Empfinden der Elben gegenüber der Natur. Obwohl sie alles lieben, was "Ilúvatar" erschaffen hatte, sie Gefallen an Natur und Wissen haben, so legten sie keinen besonderen Wert auf geschlechtliche Liebe. Zwar lebten auch sie streng monogam, aber Männer und Frauen gingen meist getrennte Wege. Nur in den ersten Jahren nach der Geburt galt es als Unglück, wenn der Vater das Kind nicht aufwachsen sah, weshalb man in Kriegszeiten davon absah, Kinder in die Welt zu setzen.

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Letzte Änderung: 30.06.2019 21:28:21