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ELROND

Elrond"Menschen! Menschen sind schwach. Das Volk der Menschen versagt. Das Blut von Númenor ist nichtsweiter als kraftlos, all sein Stolz und seine Würde vergessen, sie sind dafür verantwortlich, dass der Eine Ring die Zeit überdauert. Ich war dort, Gandalf. Ich war dort vor dreitausend Jahren."(LotR, TFotR)

Aufrichtig lauscht ein jeder seinen Worten, der ihn trifft, gefesselt nimmt man wahr, was er einem verheißt und mit dem, was er sagt, hat er fast immer Recht. Elrond, der Herr von Imladris, ist nicht irgendein Elb. Seit über 3000 Jahren weilt er nun schon in Mittelerde, hat mehr gesehen, als ein Menschenauge zu sehen erhoffen kann und mehr Leid erlebt, als alle seine Kinder zusammen. Von majestätischer Blässe ist sein Aussehen, wobei sein schwarzes Haar fast schon ein wenig an das Erdenmärchen Schneewittchen erinnert. Doch wenngleich Elrond schon zu Lebzeiten in Mittelerde und Valinor eine Legende, ist er dennoch eines der größten Rätsel dieser Welt. Wer ist der Mann, bei dem viele Fäden der Entscheidungen zusammenlaufen?

Geboren wurde Elrond, dessen Name im Sindarin Sternendach bedeutet, als Sohn von Earendil und Elwing. Er war einer von fünf Elben, die man in Valinor als Halbelben anerkannte, entstammten sie doch alle einer Liaison zwischen Elben und Menschen. Wie die anderen Vier auch aber musste er seinen Lebensweg wählen, und sich zwischen einem Dasein als Elb und als Mensch entscheiden. Elrond wählte damals das elbische Leben. Doch, obwohl nur ein Halbelb, war er mit allen edlen Häusern Mittelerdes verwandt: mit den Noldor, den Sindar, den Drei Häusern der Edain und sogar durch seinen Vater mit den gottgleichen Maiar.

Elrond, wenngleich bei der großen Schlacht gegen Sauron 3000 Jahre vor dessen endgültiger Vernichtung dabei und Seite an Seite mit Isildur kämpfend, war kein Krieger im eigentlichen Sinne. Dennoch ernannte ihn Gil-galad zum Oberbefehlshaber über das Heer von Lindon, welches zusammen mit den Noldor aus Eregion gegen Sauron kämpfte. In dieser Zeit erbaute er auch Imladris, allerdings hatte es nicht den Sinn und Zweck, den es zum Ende des dritten Zeitalters hat. Es war als Zufluchtstätte für Verwundete und als Festung gedacht, nachdem Sauron die Krieger immer weiter nach Norden abdrängte. Als dieser Krieg zu Ende war, ernannte Gil-galad den Halbelben zum Vize-Regenten von Eriador und machte ihm gleichzeitig ein sehr kostbares Geschenk, was in Anbetracht der Tatsache, dass Elrond nicht wirklich einer Ihresgleichen war, um so wertvoller schien: Er gab ihm den Blauen Ring Vilya einen der drei Elbenringe.

Kurze Zeit später versammelte sich ein letztes Bündnis von Elben, Menschen und Zwergen um in einem letzten, alles entscheidenden Kampf Sauron noch einmal die Stirn zu bieten. Es war das Jahr 3430 ZZ und dieser Krieg sollte erst elf Jahre später zu Ende gehen. Elendil war gefallen, doch Isildur, des Königs Sohn schaffte das Unmögliche und schnitt den Herrscherring von Saurons Hand, obwohl sein Schwert nur noch aus Bruchstücken bestand. Sauron war vernichtet, wenn auch noch nicht besiegt. Um ihn ein für alle Mal von dieser Welt zu vertreiben begleitete Elrond zusammen mit Círdan Isildur zum Herzen des Schicksalsberges, damit er den Ring Saurons hineinwerfe, doch Isildur versagte. Nicht fähig, sich von dem eben erst erworbenen Schmuckstück zu trennen, gab er Sauron unwissentlich die Chance, sich zu erholen und wiederzukommen.

Als das Dritte Zeitalter heranbrach und Sauron immer noch vom Ringerverlust geschwächt war, unterstützte er Elendils Erben mit Rat und Tat, wobei es ihm die Könige von Arnor und Arthedain am meisten angetan hatten. Nachdem ihre Königreiche durch verschiedene Kriege und Krankheiten zerfallen waren, bot er ihnen gar Asyl in Imladris an. Unter ihnen war auch der junge Aragorn, der nicht nur Isildurs Erbe war, sondern auch später einmal eine große Rolle in der Geschichte Mittelerdes spielen würde, wie Elrond selbst prophezeite:


"Das zerbrochene Schwert sollt ihr suchen, nach Imladris ward es gebracht,
dort soll euch Ratschlag werden, stärker als Morgul-Macht.
Ein Zeichen soll euch künden, das Ende steht bevor,
Denn Isildurs Fluch wird erwachen, und der Halbling tritt hervor.

~*~*~*~

Nicht jeder Verirrte verliert sich, nicht alles, was Gold ist, glänzt;
Die tiefe Wurzel erfriert nicht, was alt ist, wird nicht zum Gespenst.
Aus Schatten ein Licht entspringe! Aus Asche soll Feuer lohn!
Heil wird die zerbrochene Klinge, der Kronlose steigt auf den Thron."


Mit Galadriel und Círdan unterhielt er nicht nur enge Verbindungen, sondern im Jahre 109 DZ heiratete er sogar die Tochter Galadriels Celebrían. Fast 2500 Jahre lang lebten sie glücklich zusammen, bevor Celebrían im Jahre 2509 DZso arg von Orks misshandelt wurde, dass sie schwerverletzt nach Westen segeln musste. Doch Elrond blieb nicht allein, denn er hatte zusammen mit seiner Frau drei wunderbare Kinder: seine Tochter Arwen Undómiel und seine beiden Zwillingssöhne Elladan und Elrohir.

Ob er in seiner Prophezeiung über die Erben Isildurs Erben auch die Zukunft seiner Tochter voraussah, ist ungewiss, doch schon bald, nachdem er Aragorn über dessen wahre Identität aufgeklärt hatte, verliebten sich beide ineinander. Elrond, obwohl selbst nur ein Halbelb, war nicht sehr erbaut darüber, dass seine einzige Tochter ihr Leben mit einem Sterblichen verbringen wollte und so stellte er Aragorn eine Aufgabe, die nicht leicht zu lösen war: Er wollte sein Einverständnis geben, wenn er als König der wiedervereinten Königreiche Arnor und Arthedain um die Hand seiner Tochter anhielt. Sollte es Aragorn gelingen Elendils Reich wieder herzustellen, so war er gewillt, seine Zustimmung zu geben.

Doch bevor Elrond Zeit hatte, sich mit diesem Gedanken auseinander zu setzen, galt es eine viel schwerere Aufgabe zu lösen, denn der Fluch Isildurs flammte mit dem Fund des Herrscherring neu auf. Er wusste, dass es jetzt an der Zeit war, aus Narsil ein neues Schwert schmieden zu lassen, es Aragorn zu geben und ihn Frodo jenem Halbling, den er schon in seiner Vision sah, zur Seite zu stellen. Er wusste um die Gefahr, welcher die Gemeinschaft ausgesetzt werden würde und hatte doch keine andere Wahl als sie ziehen zu lassen, wollte er, dass Mittelerde weiter existieren kann. Und obgleich er auch wusste, dass Frodo mit der Übernahme des Ringes und der damit verbundenen Aufgabe sein Leben opfern würde, konnte er es ihm nicht sagen. Spätestens in diesem Moment dürfte Elrond klar geworden sein, dass ein Teil seiner Prophezeiung auch auf ihn zutraf, denn Macht und Wissen zu besitzen ist nicht immer von Vorteil; es glänzt eben nicht alles, was Gold ist...

Elrond tat das einzige, was er beeinflussen konnte und stellte Frodo acht Begleiter zur Seite. Eine Gemeinschaft, zusammengestellt aus Elben, Zwergen, Hobbits, Menschen und Maia. Und auch wenn er den Ausgang dieses Unterfangens voraussah, so hoffte er dennoch, dass Mittelerde noch ein Morgen haben wird.

Nachdem der Ring vernichtet, Sauron geschlagen und Elendils Reich wieder hergestellt war, hielt er sein Versprechen und gab Arwen für Aragorn, welcher in der Zwischenzeit als König Elessar gekrönt worden war, frei. Zwar bedeutete dies, dass Arwen nach fast 3000 Jahren ein sterbliches Leben wählte, aber das Wort eines Elben ist Gesetz, auch wenn es sich um die einzige Tochter handelt, die man hat. So hielt ihn auch nichts mehr in Mittelerde, denn das Vierte Zeitalter war nicht das, was Elrond wirklich miterleben wollte. Er segelte zurück nach Valinor, um dort seine Lebensalter aufzubrauchen, während Elladan und Elrohir in Bruchtal verweilten...

"Die große Zeit der Elben ist vorüber. Mein Volk verlässt diese Gestade."

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Letzte Änderung: 30.06.2019 21:28:21