Wir mssen nur entscheiden, was wir mit der Zeit anfangen wollen, die uns gegeben ist. Herr der Ringe, Die Gefhrten
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SPINNEN

"Aas! Das ist alles, was du von der Hohen Frau weißt? Wenn sie mit Stricken fesselt, dann ist sie auf Fleisch aus. Sie frisst kein totes Fleisch und säuft kein kaltes Blut. Dieser Bursche ist nicht tot." (LotR, RotK)

Sie waren die scheußlichsten, widerwärtigsten und ekelhaftesten Geschöpfe, die auf Arda lebten: die Spinnen. Weder dienten sie der Flora, indem sie Ungeziefer von den Pflanzen fernhielten, noch waren sie der Fauna dadurch Freund, dass sie diese vor Seuchen und anderen Gefahren beschützten. Nein, diese Wesen, welche in ihrer Größe keinen irdischen Vergleich zulassen, sind an Bosheit, Hass und Neid einzig von den Taten Saurons zu überbieten. Nichts und niemand war vor ihnen und ihrer Gefräßigkeit sicher: weder Mensch noch Tier, ja nicht einmal Raum und Zeit. Viele von ihrer Art bevölkerten Mittelerde, zu viele, als dass man sie zählen könnte und dennoch sind besonders zwei von ihnen in den Geschichtsbüchern der Elben, Menschen und Hobbits immer wieder aufgetaucht, deren Treiben die Welt nicht nur in die Dunkelheit tauchte, sondern auch um ein Haar deren Untergang bedeutet hätte:

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UNGOLIANT

Es war im 20. Zeitalter der Valar, das Zeitalter der Zwei Bäume. Die Valar hatten nach der Zerstörung der Zwei Leuchten mit Valinor ihr neues Königreich errichtet und es zum Schutz vor Fremden mit einem umzingelnden Wall umgeben. Inmitten dieses Walles standen Laurelin und Telperion, jene zwei Bäume, die anstelle der Zwei Leuchten nun das Land mit Licht versorgten und deren Glanz so gewaltig war, dass es jeden, der es erblickte mit Freude und Weisheit nährte. Fernab der königlichen Festung aber herrschte Dunkelheit und so entging den Augen Manwes das sich anbahnende Unheil.

In den Einöden von Avathar, zwischen den Pelóri-Bergen und dem Kalten Meer des Südens hatte Ungoliant ihr neues zu Hause gefunden. Sie war die größte und gefährlichste Spinne von allen, doch im Gegensatz zu ihren Nachfahren hat sie sich ihr Dasein und ihr Leben selbst gewählt. Sie ist eine gefallene Maia, die nur die Gestalt einer Spinne angenommen hatte und ihr neues "Kleid" gefiel ihr mit jedem Tag, mit dem sie ihr Unwesen in Mittelerde trieb, immer und immer mehr. Alles Licht, dass sich in ihrer Umgebung befand, sog sie in sich auf und spann daraus ein Netz der Dunkelheit, welches so finster war, dass nicht einmal die Valar es mit ihren Augen hatten durchdringen können.

Dennoch begegnete ihr Morgoth, der zwar ob ihrer Größe vor Erfurcht erstarrte, sich aber zusammenriss und mit ihr letztendlich fortan zusammen "arbeitete". Er bekam sie dazu, ihm zu folgen und so verließ sie ihre Bleibe zusammen mit ihm um sich auf den Weg nach Valinor zu begeben und dort als Rache für die drei Zeitalter, in denen ihr Begleiter in eisernen Ketten lag, die Zwei Bäume von Valinor und somit das Licht der Welt erneut zu zerstören. Doch durch das Verschlingen des Lichtes wurde sie so groß und mächtig, dass sie letztendlich auch Morgoth mit ihrem Netz der Dunkelheit umspann und zu verschlingen drohte. Sie hätte es auch fast geschafft, wenn er nicht mit einem Schrei die Balrogs um Hilfe gerufen hätte, die sie mit ihren Feuerpeitschen in die Flucht schlugen.

Ungoliant floh nach Beleriand und traf in Nan Dungortheb auf weitere Geschöpfe ihrer Art. Auch wenn sie mit ihrer Größe und Macht nicht konkurrieren konnten, so verfügten auch sie über gewaltige Kräfte, denn niemand anderes als Morgoth hatte sie erschaffen - noch lange bevor das Licht der Zwei Bäume die Welt erhellte. So paarte sie sich denn auch mit ihnen und gebar unzählige Nachkommen, ehe sie Beleriand Richtung Süden weiter durchquerte und auf ihrem Weg alles verspeiste, was ihr begegnete. Man sagt, dass ihr Hunger unstillbar gewesen war und sie sich in ihrer Gier nach immer mehr Nahrung letztendlich selbst verschlang. Doch hinterließ sie viele Töchter und zu den wenigen, welche die große Flut überlebten, zählte auch:

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KANKRA

Auch wenn sie an die Größe ihrer Mutter bei weitem nicht mehr heranreicht, so ist sie doch die mächtigste aller ihrer Nachfahren und so ist es nicht verwunderlich, dass sie im Dritten Zeitalter die Herrscherin aller Spinnen Ardas wurde. Wie Ungoliant auch ist die am Pass von Cirith Ungol hausende Riesenspinne eine Lichtfresserin, welche einen Dunst verbreitet, der eingeatmet alle Erinnerungen aus den Gedanken verschwinden lässt.

In all den Zeitaltern, die sie seit ihrer Geburt in Mittelerde verlebte, erlernte sie nicht nur die Sprache der Menschen, sondern sie lernte auch den ein oder anderen mächtigen und würdigen Gegner kennen. Einer von ihnen war Beren, mit dem sie auf dessen Flucht aus Dorthonion zusammenstieß. Vielleicht war dies ja mit ein Grund, warum ihr die Worte "Aiya Earendil Elenion Ancalima!" ("Heil Earendil, hellster der Sterne") nichts mehr ausmachten als Frodo in ihren Fängen Earendil um Hilfe bat. Anders als bei Gollum, der ihr gut zwanzig Jahre zuvor ins Netz ging und dem sie trotzdem das Leben schenkte, weil er ihr weitere Opfer versprach, war sie bei Frodo nicht gewillt, ihn laufen zu lassen und so lähmte sie ihn mit einem Gift, um ihn später zu verspeisen.

Gegen einen Gegner jedoch war auch sie machtlos: Als Sam ihr die Phiole Galadriels entgegenhielt, in der das Licht Earendils eingeschlossen war, wich sie respektvoll und geblendet zurück und als er sie im Kampf mit dem Elbenschwert Stich verletzte, floh sie in ihre Höhle. Ob sie dort starb, steht nicht geschrieben. Die einzigen Geschichten, die man über Kankra noch zu erzählen weiß sind ihr Verhältnis zu Sauron und ihr Vermächtnis. Entgegen aller Annahmen stand sie nicht im Dienste des Dunklen Herrschers, doch war sie ihm trotzdem willkommen, hielt sie doch mit ihrem Pass unliebsame Feinde fern und so versorgte er sie gelegentlich mit "frischen Gefangenen."

Und ihr Vermächtnis? Das waren ihre Kinder, die

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RIESENSPINNEN

vom Düsterwald. Als direkte Nachfahren von Kankra - und somit auch von Ungoliant - waren auch sie groß und giftig, doch hatten die Spinnen, mit denen es Bilbo und die Zwerge zu tun bekamen, nicht mehr viel mit der einstigen Macht ihrer Vorfahren gemein. Von Generation zu Generation schwand nicht nur ihre Größe, sondern auch die Gabe, die Sprache der Menschen zu erlernen, sowie wirklich Schaden anzurichten. Und so wird der Tag kommen, dass man die Gefahren der Spinnen nur noch aus Geschichten und Liedern kennen wird.

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Letzte Änderung: 30.06.2019 21:28:15