Wer wird sie verteidigen, wenn nicht ihr Knig? Herr der Ringe, Die zwei Trme
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BAUMGEISTER

ENTS

Lerne die Namen der Lebenden Wesen

Lerne die Namen der lebenden Wesen!
Erst nenne die vier, die freien Völker:
Die ältesten aller, die Elbenkinder;
Zwerg, der Schatzgräber, hausend im Dunkel;
Ent, der Erdspross, alt wie die Berge;
Mensch, der sterbliche, Herr der Pferde:

Bieber Baumeister, Rehbock Springer,
Bär sucht Honig, Eber will kämpfen:
Hund ist hungrig, Hase ist furchtsam...

Adler in Lüften, Rind auf der Weide,
Hirsch der Geweihfürst; Habicht der Schnellste;
Schwan ist am weißesten, Schlange am kältesten...

J.R.R. Tolkien, "Die zwei Türme"

Sie waren die Hüter aller Olvar Ardas, der Flora Mittelerdes. Sie, die man auch liebevoll als Baumhirten bezeichnete, wurden auf Yavannas Wunsch hin eingesetzt um alles zu beschützen, was sich nicht alleine bewegen und wehren konnte und so verlieh man ihnen die Gabe zu reden, sich zu bewegen und sich gegen ihre Feinde zu verteidigen.

Doch glich kein Ent dem anderen, denn wie das, was sie beschützten, waren sie unterschiedlich nicht nur in Größe, Farbe und Form, sondern auch was die Anzahl ihrer Zehen und Finger betraf. (Diese konnte je nach Ent zwischen drei und neun Stück liegen.) Ihre Haut war dick und fest, und dennoch waren sie gerade gegenüber Äxten und Feuer sehr empfindlich. Doch mit ihrer meist tiefen Stimme konnten sie sich zumindest gegen einige Angreifer Sarumans zur Wehr setzen.
Ihr Lebensraum waren Höhlen und Lauben, welche sich immer in Quellnähen befanden und ihre Nahrung war ausschließlich flüssig und leicht alkoholisch. (Merry und Pippin kamen zufällig in den Genuss eines Entranks und so wuchsen sie temporär etwas.)
In der Sprache Rohans war das Wort "Ent" gleichzusetzen mit "Riese" und da ein Ent meist doppelt so groß war wie ein normaler Mann, war diese Bedeutung durchaus nachzuvollziehen.

Die Ents verfügten über eine enorme Macht und ein langes, sehr langes Leben, wenngleich sie nicht wie die Kinder Ilúvatars unsterblich waren. Dennoch gibt es einige von ihnen schon seit dem Erwachen der Elben und so weilt der ein oder andere Ent seit mehreren tausend Jahren in Mittelerde.

So lang wie ihr Leben, so langsam ist auch ihre Lebensweise und ihre Sprache, welche aus vielen unterschiedlichen Vokalklängen und klangvollen Wiederholungen bestand und die eher einem Gesang, denn einer Sprache gleicht. Ein einziges Wort konnte somit die Länge einer Elbenballade haben.
(Geschichtliche Information: Dies ist wohl einer der Gründe, warum selbst die Gelehrtesten der Elben die Sprache der Ents nicht beherrschten, wenngleich die Ents im Gegenzug schnell andere Sprache lernten.)
Ebenfalls langsam war auch ihre Denkweise, was aber keinesfalls bedeuten soll, dass sie dumm wären. Sie hassten es lediglich, übereilte und schnelle Entschlüsse zu fassen.

In ihrer Jugend mussten alle Ents die "Liste der Lebenden Wesen" auswendig lernen, in denen alle Kelvar - Tiere - Mittelerdes niedergeschrieben waren.

Aus den Belangen der Menschen hielten sie sich weitestgehend raus und dennoch gab es hier und da Situationen, wo sie Seite an Seite mit ihnen kämpften:
Im Dritten Zeitalter halfen sie zum Beispiel Beren an der Sarn Athrad das Heer der Zwerge zu vernichten.
Im Dritten Zeitalter kämpften sie zusammen mit den Huorns gegen Isengart.

Eine der obersten Prioritäten der Ents war die Harmonie. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sie alles wichtige in ihren Ent-Things besprachen, ehe auch nur einer von ihnen handelte. Dennoch gelang es ihnen nicht, ihre Frauen bei sich zu halten, denn deren Sehnsucht nach "niederen" Pflanzen, welche es vorzogen nach ihrem eigenen Willen und Tempo zu wachsen und die eigene Vorliebe - unter ihresgleichen und somit bei Bäumen, die nur um ihrer selbst Willen da sind - zu bleiben, entfremdete sie schon bald. Die Entfrauen zogen in die Gegend des Großer Grünwald - genauer gesagt, in die südliche Region davon. Als Sauron am Ende des Zweiten Zeitalters dieses Gebiet verwüstete, verlor sich die Spur der Entfrauen und so lebten sie lediglich in der Erinnerung jener Menschen, welche von ihnen in der Kunst des Ackerbaus eingeweiht wurden, fort.

Und so wurde aus einem einstmals großen und mächtigem "Volk" nur noch ein Schwindendes, welches sich größtenteils in den Fangorn zurückzog und sich nur noch selten einem Besucher zu erkennen gab.

(Wissenswertes: In der Sprache der Elben wurden die Ents "Onodrim" (Quenya) bzw. "Enyd" (Sindarin) genannt.
Man spricht von einem "baumisch" gewordenen Ent, wenn dieser sich nicht mehr bewegte und nicht mehr sprach. In diesem Zustand war er einem Huorn sehr ähnlich. Unklar bleibt allerdings auch hier, ob die Huorns eine eigene "Rasse" waren / sind, oder aber ob es sich bei ihnen nur um baumisch gewordene Ents handelt. Namentlich erwähnte Ents waren: Fangorn (Sindarin für Baumbart), Fimbrethil (Sindarin für Birkenreis) und Bregalad (Sindarin für Flinkbaum). )


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BAUMBART

"Vielleicht seid ihr das. Vielleicht auch nicht. Der Weiße Zauberer wird es wissen."

Baumbart ist der älteste aller Ents. Baumbart, wenngleich dies nicht sein richtiger Name war, bedeutete in der Sindarin-Übersetzung "Fangorn". Das wiederum war auch der Name des Waldes, in dem er lebte und den er mit all seinen Freunden behütete. Zufall? Vielleicht. Aber die Elben gaben dem Ent diesen Namen wohl eher aus Dankbarkeit. Wie er wirklich hieß, vermag niemand zu sagen, denn sein Name war unaussprechlich - er ist wie er in all den Jahren und Zeitaltern gewachsen.

Baumbart war voller Hass auf die Menschen und Geschöpfe Mittelerdes, und das bekamen auch Merry und Pippin hautnah zu spüren. Zwar sah es einen Moment so aus, als würde er sie vor dem Orks, der sie verfolgte, retten, doch tat er das wirklich? Immerhin hielt er auch die kleinen Auenlandbewohner für Orkteufeln. "Sie kommen mit Feuer, sie kommen mit Äxten - mordend, beißend, brechend, fackelnd, brennend. Zerstöre Eindringlinge! Fluch über sie!"

Doch obgleich er bis in seine Wurzeln gekränkt und verletzt war, überließ er die Entscheidung jemand anderem. Jemand, der die irdische Welt schon verlassen hatte und von den Valar zurückgeschickt wurde um seine Aufgabe hier in Mittelerde zu vollenden: Gandalf. Zwar geht es weder aus den Büchern noch aus den Filmen hervor, aber Gandalf und Baumbart muss eine lange Freundschaft verbinden, wenn er sich so auf das Wort des Magiers verlässt. Schließlich kann es nicht daran gelegen haben, dass Gandalf ein Zauberer war. Und das Gandalf mehr als nur das war, das wusste Baumbart nicht.

Baumbart hatte in all den Jahren noch einen anderen Zauberer kennen gelernt, der wie Gandalf auch ein Maia war: Saruman. Zu Beginn dieser Freundschaft war er von Saruman angetan, denn, wie er selbst sagt, kam Saruman früher oft in die Gegend des Fangornwaldes, nur um stundenlang hier - fernab jedwiger Zivilisation - in Ruhe spazieren zu gehen. Doch Saruman hatte sich verändert, und wenn er jetzt den Wald betrat, dann nur um ihn abzuholzen, um Material für seine Schmelzöfen zu bekommen und um die unterirdischen Brutstätten für seine Uruk-Hai warm zu halten.

Wenn man dies also bedenkt, dann ist sein Verhalten Merry und Pippin gegenüber mehr als nur nachzuvollziehen. Doch er versprach Gandalf freies Geleit für Beide, und wenn er eines in all den Zeitaltern, die er schon in Mittelerde lebte, nicht verloren hatte, dann war es seine Aufrichtigkeit und seine Loyalität. Was er sagte, daran hielt er sich, gleich, was immer es war.

Zwar waren Merry und Pippin damit außer Gefahr, doch ihr Auftrag war noch nicht erfüllt. Vorsichtig fragten sie an, auf wessen Seite er denn stünde in diesem alles vernichtenden Krieg in Mittelerde, doch seine Antwort war eher niederschmetternd: "Seite? Ich bin auf der Seite von niemanden. Denn niemand ist auf meiner Seite, kleine Orks. Niemanden liegt der Wald noch am Herzen." Damit jedoch wollten sich die beiden Hobbits nicht zu Frieden geben und so wuchsen sie über sich hinaus und erbaten Hilfe bei Baumbart, schließlich seien auch die Ents "Teil dieser Welt"

So berief der älteste aller Baumhirten das erste Entmoot seit über einem Zeitalter ein, und es erschienen fast alle: Eichen, Birken, Kastanien, Haselnuss und wie sie alle hießen. Doch auch in ihnen saß der Zorn über die Orks und Sarumans Verrat tief, so dass sie nicht gewillt waren, auch nur einen Zweig zu krümmen im Krieg Mittelerdes und so ließen sie Merry und Pippin unverrichteter Dinge wieder ziehen. Niedergeschlagen, und sich langsam bewusst werdend, dass das Ende von Isengart, Gondor und Co auch in naher Zukunft das Ende des Auenlandes bedeuten würde, ließen sie sich von Baumbart zum Rande Isengarts bringen. Und was sie dort sahen, rüttelte nicht nur ihn wach.

Ein letztes Mal sammelten sich alle Ents und Huorns, um in einem letzten Aufbegehren Saruman zu zeigen, was es heißt, so gedankenlos einfach alles abzuholzen, was ihm in den Weg kam. Und so brachten die Wächter und Geister des Waldes mit Hilfe von zwei kleinen Auenlandbewohnern nicht nur Isengart zu Fall, sondern zeigten ganz Mittelerde, dass auch sie ihre Welt durchaus zu verteidigen wissen. Und noch heute hört man, wenn man ganz leise durch den Fangorn schreitet, die Erinnerungen Baumbarts:

"Baum? Ich bin kein Baum. Ich bin ein Ent. Baumbart nennen mich manche."


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HUORNS

Wer oder was sie genau waren, das lässt sich leider nicht so genau bestimmen. Ohne Zweifel waren sie Baumgeister, denn das allein verrät schon ihr Übersetzung aus dem Sindarin - Huorn bedeutet soviel wie "belebter Baum" bzw. "Baum mit Geisteskraft" - und so kann man wenigstens mit Sicherheit sagen, dass in ihnen noch die von Yavanna an die Olvar verliehene Fähigkeit des Bewegens und des Wehrens zu finden ist. Doch gleichfalls ist es möglich, dass es sich bei einigen von ihnen lediglich nur um "baumisch" gewordene Ents handelt.

Meist in dunklen Gegenden des Waldes beheimatet, waren sie nicht ganz so beweglich wie ihre "Brüder", doch im Gegensatz zu ihnen sehr wachsam und leicht zornig. Wenn es jemand wagte, ihnen zu Nahe zu kommen und Böses zu wollen, dann konnten sie sehr umbarmherzig über ihre Feinde herfallen. Dies bewiesen unter Anderem die Huorns des Fangorn, welche sich zusammen mit den Ents zur Zeit des Ringkrieges zur Hornburg aufmachten und den Rohirrim dort halfen, sich gegen die Schurken Sarumans zu wehren. Kaum sichtbar waren dabei ihre Bewegungen und dennoch tödlich für alles und jeden, der sich ihrem Schatten näherte.

(Hintergrundinformation: Es heißt, dass Tolkien den Einmarsch der Ents und der Huorns in Isengart so detailreich beschrieb, weil er über Shakespeares Variante des Wandernden Waldes in MacBeth nicht sehr erbaut war.)

Dennoch hegten sie nicht nur Hass gegen die Orks, sondern auch gegen die Zwerge und gegen die Menschen, kamen diese doch oft mit ihren Äxten und "fällten" Baum um Baum...
Einer, dessen Hass besonders groß war, war der


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ALTE WEIDENMANN

Der Alte Weidenmann war ein großer Baum, der sich am Ufer der Weidenwinde befand. Seine Macht und seine Kraft waren so enorm, dass er allein durch das Rauschen seiner Blätter andere Bäume beeinflussen konnte.
(Einzige Ausnahme: Tom Bombadil war gegen seinen Willen immun.)

Als Merry und Pippin sich gegen seinen Stamm lehnten um sich zu erholen, ließ er sie in seiner Rinde verschwinden nachdem er sie eingeschläfert hatte. Mit Sicherheit hätte er sie ebenfalls, wie schon andere zuvor, zermalmt oder im Fluss ertränkt, doch Tom Bombadil eilte den Hobbits zu Hilfe und mit Gesang und Drohungen gelang es ihm schließlich, beide aus den Wurzeln der Weide zu befreien.
(Im Film wird diese Szene von Baumbart übernommen.

Andere aber hatten oft nicht ganz soviel Glück und so kann man den Alten Weidenmann gleichfalls als Wächter der Weidenwinde ansehen, gelang es doch nur wenigen, diese lebend zu durchqueren...


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Letzte Änderung: 30.06.2019 21:28:15