Die Leute in diesen Geschichten hatten stets die Gelegenheit umzukehren, nur taten sie's nicht. Herr der Ringe, Die zwei Trme
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Frodo

Frodo"Bevor du aufgetaucht bist, waren wir Beutlins angesehene Leute. Wir waren nie in Abenteuer verstrickt und taten nichts Unvorhergesehenes."(LotR, TFotR)

Frodo Beutlin war einer der unscheinbarsten Bewohner des Auenlandes, bis zu jenem Tag, als er Gandalf kennen gelernt hatte. Er wohnte bei seinem Onkel Bilbo, der sich seiner annahm, als seine Eltern bei einer Bootsüberfahrt ums Leben kamen. Bilbo selbst hatte nur gute Worte für seinen Neffen übrig und so sah er ihn auch als einzigen späteren Erben von Beutelsend an.

Es war der 22.September 1401 AZ, als sich das Leben Frodos mit einem Mal änderte. Sein Onkel verließ Beutelsend. Dies kam für Frodo zwar nicht überraschend, hatte Bilbo doch mehr als einmal davon geredet, aber dennoch war der Zeitpunkt nicht gerade der geeignetste: es war der 111. Geburtstag von Bilbo und der 33. von Frodo was den jungen Hobbit somit volljährig machte. Auf dem Höhepunkt der Feier hielt Bilbo seine Rede, verabschiedete sich und ... verschwand.

Später erfuhr Frodo von Gandalf, dass Bilbo ihm Beutelsend hinterlassen und ihm auch ein sehr wertvolles Geschenk gemacht hatte einen Ring. Dass dieser Ring der Anfang eines neuen Lebensabschnittes für den kleinen Auenländer sein würde, ahnte Frodo da noch nicht, doch schon bald ließ Gandalf ihn wissen, was er eigentlich in den Händen hielt.

Ganze siebzehn Jahre lebte er noch unbeschwert im Auenland, und obwohl durch die Macht des Ringes noch nicht gealtert, fühlte er sich froh und frei wie immer. Allein Gandalf ahnte, was so langsam passierte, aber da er selbst Träger eines Elbenringes der Macht war, konnte er ihn nicht an sich nehmen. Er erteilte Frodo den Auftrag den Ringes nach Bruchtal zu bringen, wo er ihn sicher glaubte. Frodo, der nie Zweifel an den Worten des Magiers hegte, tat, wie ihm geheißen und so begann das Abenteuer, von dem er immer geträumt hatte.

Doch so allein, wie Frodo sich glaubte, war er nicht. Obgleich er nie etwas davon mitbekam, passten Sam, Merry, Pippin und Fredegar die ganzen Jahre schon auf Frodo auf, folgten seinen Schritten und lauschten seinen Worten, wenn er sich allein fühlte. So war es für sie auch selbstverständlich, dass sie ihn begleiteten.

Ihr Weg führte sie zuerst nach Bree, einem Ort unweit des Auenlandes. Dass die Gefahr, welche Gandalf erwähnte, näher war, als sie alle ahnten, wurde ihnen sehr schnell bewusst. Und obwohl nur zu viert das Auenland verlassend, erhielten sie bald ungeahnte Hilfe von Aragorn, einem Waldläufer, der sich als Freund Gandalfs ausgab. Er half ihnen so gut er konnte die Schwarzen Reiter abzuwehren, führte sie durch weniger gefährliche Gegenden und zeigte ihnen so, dass er nicht der war, für den man ihn hielt.

Doch den Angriff der Nazgûl auf der Wetterspitze konnte auch er nicht verhindern und so wurde der durch eine "Mordorklinge" verletzte Frodo nach Bruchtal gebracht. Dort schafften es Elrond und Aragorn den jungen Hobbit wieder zu heilen und ihn zu alten Kräften kommen zu lassen. Doch die Reise, die er begann, war damit noch nicht zu Ende.

In Imladris wurde eine Versammlung abgehalten, auf der über den weiteren Verbleib des Ringes gesprochen und bestimmt wurde. Elrond, schon vor dreitausend Jahren dabei, als Isildur den Ring von Saurons Hand schnitt, machte allen klar, dass der Ring zum einem in Bruchtal nicht sicher sei und zum anderen vernichtet werden müsse. Da der Ring der Macht seinen eigenen Willen hatte, entstand nur ein Streit, dem keiner widerstehen konnte, bis auf Frodo und so erklärte dieser sich bereit, den Ring der Macht nach Mordor zu bringen und ihn in den Feuern des Schicksalsberges jenem Ort an dem er erschaffen wurde zu vernichten.

Elrond stellte ihm acht Gefährten zur Seite: Aragorn, Gandalf, Boromir, Gimli, Legolas, Sam, Merry und Pippin, welche sich ab diesem Zeitpunkt die Gemeinschaft des Ringes nannte. Zusammen wollten sie einer für den anderen einstehen und Frodo mit ihrem Leben beschützen; denn den meisten von ihnen war klar, dass das Schicksal aller jetzt in den Händen eines Hobbits lag.

Doch ihre Reise war voller Gefahren und die Gegner, auf die sie trafen, von unmenschlicher Stärke. Saruman war ihnen stets einen Schritt voraus, denn er hatte Helfer, von denen die Gefährten nichts wussten. Den ersten harten Schicksalsschlag erlitt Frodo mit den anderen dann auf der Brücke von Khazad-dûm, wo Gandalf im Kampf mit dem Balrog in die Schlucht stürzte. Auch der weitere Weg war nicht ohne, denn in Parth Galen musste Frodo erfahren, wovon genau Galadriel in Lothlórien sprach. Und so geschah, was niemand wollte: die Gemeinschaft zerbrach.

Frodo setzte seine Reise alleine mit Sam fort, der nicht bereit war, ihn allein ziehen zu lassen. Unterwegs trafen sie auf Gollum, der sein Versprechen gab, den Herrn des Schatzes an jenen Ort zu geleiten, den er zu finden suchte...

Der Ring der Macht aber zerrte an Frodos Kräften und auch wenn er sich zu Beginn noch dagegen wehren konnte, so erlag er ihm nach und nach. Mehr als einmal war er versucht den Ring in andere Hände zu geben, um sich von der Bürde, die ihm auferlegt wurde, zu befreien. Auch begriff er allmählich, dass die Aufgabe, welche er übernommen hatte, seinen Tod bedeutete. Ob er davor Angst hatte vermag keiner zu sagen, aber es mag ein Grund dafür gewesen sein, dass er sich selbst aufgeben wollte.

Nachdem der Ring vernichtet worden war, wurde Frodo wie ein Held gefeiert, wenngleich er sich selbst nicht als einen ansah. Er kannte den Preis, welchen dieser Auftrag forderte und auch die Wunde, die ihm am 06.10.3018 DZ auf der Wetterspitze zugefügt wurde, erinnerte ihn jedes Jahr mit grausamen Schmerzen an dieses "Abenteuer". Er ergänzte das "Rote Buch der Westmark" um die Berichte der Ringgemeinschaft, bevor er mit Bilbo und den Trägern der drei Elbenringe in den Alten Westen ging. Doch auch da wird es Momente gegeben haben, in welchen seine Erinnerungen ihn zu jenem Gesprch fhrten:

"Ich wünschte, ich hätte den Ring nie bekommen, ich wünschte, all das wäre nie passiert."
"Das tun viele, die solche Zeiten erleben, aber es liegt nicht in ihrer Macht, das zu entscheiden. Du musst nur entscheiden, was du mit der Zeit anfangen willst, die dir gegeben ist."

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Letzte Änderung: 30.06.2019 21:28:22