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Nick: Jennifer
Volk: Zwerg
Alter: 10 Jahre

ZWERGE IM WINTER

Es war einmal in einem ganz kalten Winter, da gab es ganz viele Zwerge. Es waren Temperaturen von minus 5 Grad und die Zwerge in ihren Rüstungen waren ganz extrem am Frieren. Alle waren sich einig, dass sie sich furchtbar warm anziehen mussten, aber was sollten sie tragen? Sie hatten nichts, was gleichzeitig warm hielt und unter ihre ganze Rüstung passte. Es war wie verhext!

Nach einer kurzen Zeit hatte Gimli die Idee, doch wenigstens ein Feuer zulegen, damit ihnen ein bisschen wärmer wurde.
Ein Freund Gimlis antwortete darauf: "Welch eine gute Idee! Es geht doch nichts um ein mollig schönes Feuerchen."

Gesagt. Getan. Alle machten sich auf die Suche nach etwas Holz, welches vom Schnee noch nicht allzu durchnässt war. Ihr könnt mir glauben, dass das gar kein so leichtes Unterfangen war! In ganz Khazad-Dûm suchten sie nach dem edlen Stoff der Natur. Nicht eine Ecke ließen sie aus. Und als sie schon traurig aufgeben wollten, da fanden sie endlich ein paar Stückchen. Doch wie sollten sie diese anzünden? Niemand hatte auch nur einen Streichholz, der noch zu gebrauchen war. Sie überlegten eine Weile und plötzlich kam ihnen die Eingebung, dass sie es wie in alten Zeiten machten mussten. Also nahmen sie sich einen Stock und ein passendes Stück Holz, legten ein paar Papierfetzen darauf. Abwechselnd drehten sie den Stock so lang, bis endlich ein kleiner Funke auf das Papier überging und dieses zu brennen anfing. Froh über dieses kleine Feuerchen setzten sie sich alle drum herum. Doch obwohl ihnen wärmer wurde und sie nicht mehr ganz so arg froren, war ihnen nach einer kurzen Zeit schon sehr langweilig.

Gimli schlug vor, dass man doch ein wenig spazieren gehen könnte. Immerhin strahlt die Sonne, und obwohl einen die Rüstung an sämtlichen Körperstellen sicher festfrieren würde, ist es dennoch ein wunderschöner Tag. Ein Raunen ging durch die Runde. Zwerge seien schließlich keine Menschen und niemals zuvor ist auch nur einer von ihnen einfach so raus gegangen und hat sich die Langeweile mit tristem Wandern vertrieben. Sie waren Goldgräber. Sie suchten nach Edelsteinen. Sie schufen die schönsten Dinge aus Mithril. Aber Spazieren gehen? Das war nun wirklich nicht eines Zwerges würdig!

Durin, ein ziemlich alter Zwerg, der mehr oder weniger in der Ecke nur vor sich hin döste, schlug eher beiläufig vor: "Was haltet ihr davon, wenn wir einen kleinen Wettbewerb veranstalten? Unsere Hände sind unser Werkzeug und der Schnee, der vor den Toren Khazad-Dûms liegt, ist unser Arbeitsmaterial. Jeder sucht sich irgendwas aus. Es gibt keine Vorgaben. Und wenn die Sonne den Boden berührt, dann küren wir das schönste Bauwerk von allen."
Eine Weile wurde es still unter den Zwergen, aber bald schon hörte man aus ihren Mündern: "Ja, warum eigentlich nicht?" und "Lasst uns sofort anfangen." Und so verließen sie die Feuerstelle und ihre schützenden Mauern und gingen allesamt nach draußen. Jeder suchte sich ein abgeschiedenes Plätzchen, denn sie wollten nicht, dass einer vom anderen abschaut, und dann legten sie los.

Durin dachte praktisch und so baute er sich ein riesiges Bett aus Schnee. Schlafen ist immerhin das beste, was man bei solchen Temperaturen machen kann.' , dachte er sich. Aber dennoch sah es ein wenig anders aus, als sein Bett daheim: Es hatte die Form eines riesigen Eis - also, es war oval. Für die Kissen suchte er sich Laub im Schnee und als Decke nahm er lauter kleine Holzstückchen.

Gimli baute sich ein Iglu. Die anderen lachten, aber Gimli hatte in der Zwergenschule gut aufgepasst und er wusste, wenn er es richtig macht, dann wird es auch darin wohlig warm. Aus Schnee baute er sich eine kleine Couch und einen Tisch. Er schuf sich sogar ein kleines Tässchen aus Schnee, welches er zur Dekoration auf den Tisch stellte. Auch er legte sich ein paar Blätter auf den Boden, die wie ein kleiner Teppich aussahen. Doch eine kleine Stelle ließ er frei. Hier wollte er sein Feuerchen machen. Und so trug er wie Stunden zuvor auch ein wenig Holz zusammen und legte es wie ein kleines Lagerfeuer auf den Haufen. Natürlich zündete er es nicht an, denn es war ja schließlich nur zum Anschauen.

Am Lustigsten aber hatten es sicher die Zwergenkinder. Sie bauten einen riesigen Schneeturm und ließen sich andauernd darin nieder. Aber wie Kinder nun mal sind, hatten sie nicht die Ausdauer, etwas so Großes zu bauen und so machten sie lieber viele kleine Schneemänner und kurze Zeit später eine riesige Schneeballschlacht. Sie bewarfen alles was sich bewegte und wurden von dem ganzen weißen Schnee platschnass.

Dann aber senkte sich die Sonne am Himmel und es war an der Zeit, die Kunstwerke zu betrachten. Ein jeder war natürlich davon überzeugt, dass er gewonnen hätte, aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Nachdem sich alle Teilnehmer alles angesehen hatten, kamen sie zu dem Entschluss, dass die Kinder gewonnen hätten. Wollt ihr auch wissen, warum? Sie haben ganz viele Schneemänner gebaut. Das ist zwar nichts Außergewöhnliches, aber sie taten das als Familie. Während alle anderen nur darauf bedacht waren, selbst das Beste und Größte und Schönste zu erschaffen, haben die Kinder alle zusammengearbeitet.

Doch das Wichtigste von allem: Sie hatten dabei den meisten Spaß!

©Jennifer für Biggingen, 2005

©LotR-FC.de 2005 - 2020

Letzte Änderung: 30.06.2019 21:28:20