Das Bse rhrt sich in Mordor. Der Ring ist erwacht. Herr der Ringe, Die Gefhrten
Gandalf
 
Home
Suche
Fanclub
Fanclubleitung
Fanarts
FanFics
Humor
Lyrik
Linkliste
Wettbewerbe
Ostern '12
Daydreams '07
Orte '06
Ausweiswettbewerb
Briefpapier '06
Collage '06
Schwerter '05
Schneetreiben '05
Auswertung
Weihnachtszauber
Zwerg im Winter
Ostern '04
LotR-FC.de Award
Downloads
Impressum


TK24.de


Menü: Home / Fanclub / Wettbewerbe / Schneetreiben '05 / Weihnachtszauber

Nick: Sméagol
Volk: Zauberer
Alter: 8 Jahre

WEIHNACHTSZAUBER

Eines Tages ging Frodo mit seinen Freunden in den Wald. Da sahen sie einen Geist. Den Geist der zauberhaften Weihnachten.
Der Geist sagte zu ihnen: "Ich führe euch in ein schönes Land. Eines, in dem kein Krieg geführt wird."
Aber Frodo sagte: "Nein. Das geht nicht. Wir müssen unser Land verteidigen. Gegen Sauron. Du weißt schon. Ich habe den Ring. Deshalb kann ich nicht. Ich muss ihn doch vernichten. Sonst wird auf ewig Krieg geführt."
Der Geist antwortete: "Und wenn ich dir gestatte, deine Freunde alle mitzunehmen? Alle, die du bei dir hast?"
Frodo sagte: "Trotzdem geht das nicht. Er wird uns suchen und uns alle vernichten. Wenn der Ring nicht wäre, würden wir dich gerne begleiten."
Da kam ein Engel vom Himmel und sagte zu allen: "Einen Rat habe ich für euch. Tut nur, was euer Herz euch sagt."
Da antwortete Frodo: "Mein Herz sagt mir, dass ich mein Land, mein geliebtes Auenland, verteidigen muss."
Und die anderen sprachen: "Auch unser Herz begehrt dies zu tun."
Und so ließen sie den Geist stehen und gingen weiter des Weges.

Der Geist aber wusste, dass die Gefährten tief in ihren Herzen schon danach sehnten, sich die schönste Tanne im Wald zu fällen, sie mit nach Hause zu nehmen und dort zu schmücken. Sie sehnten sich nach Zeit, um Geschenke für ihre Liebsten daheim zu basteln und zu kaufen und diese wunderschön eingepackt unter den Tannenbaum zu legen. Sie wünschten sich, dass es endlich Zeit wurde, dass in Mittelerde Frieden herrschte, damit man endlich wieder ganz schön und voller Freude das Fest der Weihnacht feiern konnte. Um so beeindruckter war er, dass alle sein Angebot ablehnten und nicht ihr eigenes Wohl im Kopf hatten, sondern das Wohl aller Menschen dieser Welt.
Und so sprach er zum Engel: "Sieh sie dir an. Sie gehen hocherhobenen Hauptes, obwohl ihre Herzen bluten. Sie ziehen in einen Krieg, der ihr Ende sein könnte, ohne dass sie vielleicht jemals wieder die Möglichkeit bekommen, mit ihren Familien Weihnachten zu feiern."
Da antwortete der Engel: "Ob es eine gute Idee war, sie gehen zu lassen?"
Der Geist der Weihnacht sagte: "Sie kommen schon zurecht. Doch sollten wir ihnen ein Geschenk machen, welches sie niemals vergessen werden, da sie dieser Welt ihr Leben schenken um diese zu retten."

Und so überlegten sie Minute um Minute, Stunde um Stunde und fast schon brach die Nacht herein als der Engel endlich eine Idee hatte.
"Wir könnten ihnen eine Erinnerung zaubern. Eine, die niemals stattgefunden hatte und die dennoch so lebendig ist, dass alle davon überzeugt sind, dass es genau so und niemals anders war."
Der Geist antwortete: "Ein großer Zauber ist dafür notwendig. Aber groß sind auch die Taten, welche die Gefährten vollbrachten und auch noch in Zukunft vollbringen werden. Machen wir ihnen also dieses Geschenk."

Sie warteten, bis die Gemeinschaft schlief. Als alle ganz fest im Reich der Träume wandelten, mahnte der Engel zur Eile, denn sie hatten nur diese eine Nacht um ihnen das wohl schönste Geschenk aller Zeiten zu geben. Eine ganze Menge Sterne standen auf einmal am Himmel und das Firmament war überseht von Sternschnuppen. Neun von ihnen kamen genau auf die Gefährten nieder - für jeden eine. Und engelsgleich legten sie jedem von ihnen eine Erinnerung in den Schlaf.

Als sie am nächsten Morgen aufwachten, fühlten sie sich so gut wie schon lange nicht mehr. Alle sahen sich fragend an und Sam, der nicht genau wusste, wo in diesem Augenblick er war, fragte in die Runde: "War es ein Traum? Oder war es Wirklichkeit?", und ohne, dass er auch nur eine weitere Silbe sprach, wussten alle, woran er dachte. Und so erzählten sie sich, was sie in der Nacht erlebt hatten:

Gandalf sagte: "Das war ein sehr schönes Weihnachtsfest. Ich wollte euch einladen, aber ich konnte euch nicht erreichen. Da bin ich mit Elrond in den Alten Westen gesegelt und habe unter den Zwei Bäumen ein rauschendes Fest gefeiert. Es gab Pfeifenkraut für alle im Überfluss und für alle neue Zauberumhänge."
Und Legolas sprach: "Ich verbrachte Weihnachten mit meinem Freund Gimli. Wir wanderten durch die Wälder Lothlóriens und besuchten Galadriel und ihren Mann Celeborn. Für Gimli gab es eine wunderschöne neue Axt und für mich lag auf dem Gabentisch ein neuer Elbenbogen. Selbstverständlich mit neuen Pfeilen. Wir sangen und tanzten die ganze Nacht lang."
Gimli, der träumend auf einem Baumstamm saß, antwortete: "Ja, genauso war es."
Nun erzählte Aragorn. Er sagte: "Ich war bei Arwen und hab mit ihr zusammen im Hause ihres Vaters das Weihnachtsfest verbracht. Es gab wunderbaren selbstgebackenen Kuchen und kleine Törtchen. Arwen hatte mir zur Feier des Tages ein neues Schwert geschenkt, welches meinen Namen trägt. Seht her. Ist es nicht schön?" Und als wäre es schon immer da gewesen, zog er es aus seinem Gürtel und zeigte es allen.
Und Boromir sprach: "Ich war daheim in Minas Tirith bei meinem Vater Denethor und bei meinem Bruder Faramir. Wir machen keine Geschenke mehr, denn aus diesem Alter sind wir vor Jahren schon hinaus gewachsen. Doch trotzdem war es eine wunderschöne Feier, denn wir alle drei saßen die ganze Nacht bei einem Glas guten Wein, aßen eine knusprigbraune Gans und redeten und lachten. Solch einen Tag gab es schon lange nicht mehr im Hause Ecthelions."
"Hey, ich will auch.", sagte Pippin und bevor jemand was sagen konnte, legte er los. "Ich habe zusammen mit Merry, Sam und Frodo Weihnachten gefeiert. Wir saßen zusammen im Grünen Drachen und spielten unser Trinkspiel. Sam hat es natürlich als ersten erwischt, aber er hat noch ja noch nie gut das Bier in Massen vertragen. Für alle gab es unzählige Geschenke. Sam bekam neue Blumen für seinen Garten, Merry bekam eine neue handgefertigte Pfeife, Frodo bekam einen neuen Umhang und mir brachte der Weihnachtsmann gleich zwei schöne Schachspiele. Als Sam aus seinem Rausch erwachte, spielten wir die ganze Nacht lang, bis der Morgen graute. Und weit und breit war nichts von Sauron und seinen Orks zu sehen." Die anderen drei Hobbits nickten zustimmend.

Nach einer kurzen Weile des Schweigens sagte Gandalf: "Um deine Frage zu beantworten, Sam. Ich weiß nicht, ob es ein Traum, oder Wirklichkeit war. Doch was immer es auch gewesen ist, wir alle werden diese Stunden wohl niemals vergessen. Und das beste ist: Wir haben jetzt wieder genug Kraft und Ansporn um Sauron zu besiegen. Also lasst uns nicht länger verweilen und das vollenden, was wir in Bruchtal begonnen haben."

Und so machte sich die Gemeinschaft auf nach Mordor um den Ring zu vernichten. Ob sie es geschafft haben? Das erzähl ich euch das nächste Mal. Und bevor ihr fragt, woher ich das alles weiß: Ich war selbst dabei und hab alles mit angesehen...

©Sméagol für Isengart, 2005

©LotR-FC.de 2003 - 2020

Letzte Änderung: 30.06.2019 21:28:20