Warum frchtest du die Vergangenheit? Herr der Ringe, Die Gefhrten
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Sommernachtstraum

Arwen ging federnden Schrittes über das weiche Moos im Wald von Lothlórien. Sie freute sich sehr darauf alle anderen zu sehen, die Galadriel zum Sommerfest eingeladen hatte. Endlich würde sie die Gemeinschaft wieder begrüssen können die einst gegen Sauron ausgezogen war, Mittelerde zu retten. Wie es wohl Frodo und Sam gehen würde? Waren Pippin und Merry immer noch solche Schlitzohren? Ja und wie es wohl Gandalf ergangen war? Es hielt sich das Gerücht, dass Gandalf zusammen mit Galadriel und Bilbo nach Valinor aufbrechen wolle. Ein grosser Verlust für Mittelerde, dachte Arwen für sich im Stillen.



"Julia?" - "Ja Mama ich komme." Julia lag auf ihrem Bett und hatte das Buch von 'Die Elben' offen vor sich liegen. Warum musste ihre Mutter sie auch immer wieder stören. Sie war doch am Lesen und wollte nicht immer wieder unterbrochen werden.
Julia war ein junges Mädchen von 17 Jahren und hatte gerade Ferien. Sie wohnte in London und genoss die freie Zeit, meistens jedenfalls. Langsam stand sie auf und legte ihr Stoff Krokodil zur Seite. Es lag sich einfach am besten auf einem Stofftier, wen man gemütlich auf dem Bett verweilte und las. Das hatte sie schon als kleines Mädchen bemerkt und lesen war eine Leidenschaft von ihr. Das kam nicht von ungefähr, denn sie war mit Büchern gross geworden. Diese Liebe hatte sie von ihrer Mutter geerbt - aber das war ja eigentlich auch kein Wunder, war ihre Mutter doch Schriftstellerin. Sie schrieb Kinderbücher. Ihr neustes Werk spielte in der weiten Vergangenheit, genauer gesagt in der Zeit der Dinosaurier. Es war gut geworden fand Julia und dachte mit stolz daran das auch sie einen kleinen Beitrag dazu geliefert hatte. Sie hatte die Zeichnungen der Tiere machen dürfen und der Tyrannosaurus-Rex war wirklich exzellent geworden.

Julia eilte die Treppe hinunter in die Küche wo ihre Mutter mit dem Versuch einen Kuchen zu backen kurz vor dem Scheitern stand. "Was ist den hier passiert?" fragte Julia lachend. In der Küche sah es aus, als ob es geschneit hätte. "Soll ich schon mal dem Streudienst anrufen, damit wir heute kein Glatteis erwarten müssen?" fragte Julia ihre Mutter frech. "Nein lieber nicht. Mir ist die Mehltüte aus der Hand gefallen. Ich weiss auch nicht wie mir das passieren konnte. Kannst du mir bitte den Staubsauger holen? Ich kann hier nicht weg, sonst ist der Korridor auch noch ganz weiss." Julia drehte sich um holte das gewünschte, zog das Kabel raus, steckte ein und begann ihre Mutter und den Rest der Küche zu saugen. "So das wäre erledigt. Du kannst jetzt ruhig wieder weiterbacken und ich geh wieder nach oben und lese weiter." - "Vielen Dank Julia. Weißt du, ich möchte oder versuche es zumindest, deinen Lieblingskuchen zu backen." "Dann gibt es Schneeweischen und Rosenrot Kuchen" stellte Julia erfreut fest." "Genau" sagte ihre Mutter. "Ich weiss noch, als wir dieses Märchen zusammen gelesen haben wolltest du unbedingt einen Kuchen in weiss und rosenrot oben drauf haben und so ist halt dieser Kuchen entstanden." "Ja das stimmt und er ist immer noch der allerbeste. Aber ich will dich nicht stören ich geh jetzt lesen" und sie ging wieder nach oben in ihr Zimmer, legte sich aufs Bett und schlug das Buch wieder auf.



Arwen hatte nun die grosse Lichtung erreicht, wo das alljährliche Sommerfest stattfinden sollte. Es sah herrlich aus. Die Wiese erstrahlte im Glanz von tausenden von Löwenzahnblüten, die ihre herrlich gelb-goldenen Blüten in den Himmel recken, und der Sonne entgegenlachten. Weiter hinten waren viele kleine Zelte errichtet worden für die Gäste die nicht in einem Flet übernachten wollten. Sie dachte an Gimli der diese Geste sicher sehr zu schätzen wusste. Ihr Gedanke war kaum zu Ende gedacht, als sie ihn auch schon aus einem der Zelte herauskommen sah. Da stand er in seiner ganzen Grösse, die nicht sehr hoch, aber dennoch ungemein beeindruckend war. Gimli trat aus dem Zelt und sah sich um. Da erblickte er Arwen wie sie ruhig am Rande der Lichtung stand und ihn ansah. Freudig überrascht, eilte er über die Wiese um sie zu begrüssen. Sie hatten sich schon lange nicht mehr gesehen, dass letzte mal bei der Krönung von Aragorn in Gondor. Das Festessen war ihm in guter Erinnerung geblieben. Er hatte zusammen mit den Hobbits geschlemmt bis er unter den Tisch gefallen war. "Arwen sei gegrüsst. Schön das du schon hier bist. Legolas ist schon eine Weile hier und die Hobbits sollten auch jeden Moment eintreffen." - "Mein Herz hat mir gesagt, dass ich schon heute hier sein sollte und es wir wissen warum. Ach Gimli lange ist es her, als unsere Wege sich gekreuzt haben" sagt Arwen und schaute dem Herrn Zwerg in die dunklen Augen. Gimli erwiderte ihren Blick und dachte, dass es kein Wunder sei, dass sich sein ehemaliger Weggefährte unsterblich in dieses Wesen verliebt hatte. Ihr Blick alleine konnte die dicksten Hagelkörner ohne weiteres zum schmelzen bringen. Und nicht nur ihre äussere Erscheinung wahr unbeschreiblich, auch ihr Wesen war nicht von dieser Welt. "Wann wird Aragorn hier erscheinen?" fragte Gimli. "Er wird schon bald hier sein" gab im Arwen breitwillig Auskunft.
Arwen und Gimli machten sich auf den Weg über die Wiese um Galadriel, zu suchen. Sie kamen an den Zelten vorbei, an Gruppen von Leuten die sich angeregt unterhielten, sie kreuzen Elben die mit ihrem Gesang die Lüfte erfüllten und erreichten dann den Ort welchen Galadriel und Celebrimbor ihr eigen nannten. Ein Baum so gross wie ein Haus, dicht bedeckt mit grünen Blättern und weissen Blüten. Alles erstrahlte in einem hellen, weichen weissen Licht. Ein wunderschöner Anblick, der einen alle Sorgen vergessen liess. Die Luft war erfüllt von lieblichen Düften und Klängen. Ein plätschern verriet den nahen Wasserfall, der sein kristallklares Wasser über die Felsen hüpfen liess.




Julia schloss träumerisch die Augen. Wäre das schön in der Elbenwelt zu sein. Wo alles so leicht und fröhlich zu sein schien. Sicher war der Wasserfall so schön anzusehen wie der Niagarafall. Ja es gab sicher nichts was nicht schön war in Lothlórien.
In ihrer Welt war leider nicht immer alles rosig. Es gab immer wieder Dinge die nicht so liefen wie sie sich das gewünscht hätte. Sie dachte an ihre letzte Prüfung vor den Ferien zurück. Es war ihre Schlussarbeit in Geschichte. Ein Fach das sie nicht sehr mochte und ihr grosse Schwierigkeiten bereitete. Vor lauter Prüfungsangst hatte sie kaum schlafen können. Zu allem Überfluss war ihr Füllfederhalter auch noch mitten in der Prüfung ausgelaufen und ihre Arbeit sah aus, als wen sie ein 1.Klässer geschrieben hätte. Hoffentlich hatte sie trotzdem bestanden, wen nicht... sie traute sich gar nicht daran zu denken.
Deswegen war es doppelt schön, sich in eine Fantasiewelt zu begeben, wo man seine Alltagssorgen vergessen konnte. Die Welt um Mittelerde zu erleben war einfach etwas besonderes. Julia dachte wieder einmal, wie wunderbar es war, das Tolkien diese Welt erschaffen hatte.


Galadriel sah ihnen entgegen, mit einem Lächeln auf ihrem schönen Gesicht. "Meine liebe Arwen, wie schön dich zu sehen" sagte Galadriel und umarmte Arwen. "Und auch der Herr Gimli sei uns willkommen". Gimli konnte seinen Blick nicht von der Herrin des Waldes abwenden und wie bei ihrem letzten zusammen treffen, spürte er, wie sie seine Gedanken ergründete. Und wie beim letzten Mal hörte er ihre Stimme obwohl sie nicht direkt mit im sprach. 'Gimli sei versichert, dass das Elbenvolk die Zwerge stets willkommen heissen werden im Walde von Lothlórien'. "Danke werte Herrin des Waldes"
Kurze Zeit später trafen auch die Hobbits ein, allen voran der wie immer schelmisch blickende Pippin. Aber auch Merry, Sam und Frodo waren gekommen um dem Feste beizuwohnen. Sie hatten grossen Hunger, hatten sie doch freiwillig auf ihr zweites Mittagessen verzichtet (was für einen Hobbit ein grosses Opfer darstellt).
Gandalf erschien auf Schattenfell, dem Hengst aus Rohan. Gewandet war er in strahlendem weiss, so dass man kaum sehen konnte, wo der Hengst endete und Gandalf begann.
Legolas hatte sich in der Zwischenzeit zu den anderen gesellt. Sie hatten sich viel zu erzählen, war doch viel Zeit verstrichen seit sie sich das letzte mal gesehen hatten. Und endlich kam auch Aragorn angeritten. Er schwang sich vom Pferd und begrüsste sie alle, die er schon ewig nicht mehr gesehen hatte. Er wollte wissen was Gimli zusammen mit Legolas erlebt hatte ob Sam schon wieder Vater geworden war. Wie es Frodo ging mit seiner Schulter und ob Gandalf sein Leben als Weisser Zauberer gefiel. Auch war er sehr neugierig was Merry und Pippin alles gesehen hatten.
Es war ein freudiges Wiedersehen mit allerlei Geschichten und Erlebnissen. Und alsdann begann das Sommerfest.




Es klingelte, Julia brauchte einen Moment um sich darüber klar zu werden woher der Klingelton kam. Ach es war die Türglocke und wie es schien hatte niemand Zeit die Tür aufzumachen. Also schwang Julia die Beine über die Bettkante, stand auf und eilte die Treppe nach unten zur Haustür. Im Gang musste sie sich am Tapeziertisch vorbeidrängen, den die Handwerker hingestellt hatten. Sie waren gerade dabei das Zimmer ihres Bruders zu renovieren und wie es schien, war gerade das tapezieren an der Reihe. Diese war voll mit Weltallmotiven. Ganz besonders gefiel ihrem Bruder die Seite, wo das Space Shuttle gross abgebildet war.
Julia war an der Tür angekommen und öffnete sie. "Wer ist den an der Tür?" hörte sie ihre Mutter aus der Küche rufen. " - "Es ist der Postbote. Guten Tag Herr Smith" - "Hier wäre die Post von heute. Allerdings müsste hier noch jemand unterschreiben." Julia nahm die Post entgegen, wo obenauf ein grosser Briefumschlag lag der sehr amtlich aussah. Sie ging damit in die Küche und legte die Post auf den Thresen. "Mama da musst du noch unterschreiben". Ihre Mutter wischte sich die Hände an einem gelben Küchentuch ab und zog einen Kugelschreiber aus der Schulbade. Sie unterschrieb den Zettel und gab ihn Julia zurück. "Bitte bringst du ihn dem Postboten?" Julia ging wieder zur Tür und gab dem Mann das gewünschte zurück. "Ich wünsche ihnen noch einen schönen Tag" sagte Julia und schloss die Tür hinter sich.
In der Küche hatte ihre Mutter bereits den Brief geöffnet. "Ach nein!" hörte sie ihre Mutter seufzen. "Was ist den los?" - "Wir haben ein Mahnschreiben bekommen, weil dein Vater die Steuererklärung immer noch nicht eingereicht hat". "Das ist doch typisch Papa, er macht so was einfach nicht gerne". - "Ja aber trotzdem muss er das erledigen. Ich werde es ihm heute Abend zeigen und hoffen das er das noch vor Halloween erledigt, ansonsten kann er etwas erleben, was dem Fegefeuer gefährlich nahe kommen wird!"
Julia ging grinsend aus der Küche. Sie kannte ihren Vater, solche Dinge liess er immer bis zum letzten Moment liegen.
Aber jetzt wollte sie weiter lesen. Sie war neugierig wie das Fest enden würde.



So ein Fest hatten selbst die Hobbits im Auenland noch nie erlebt. Als die Nacht langsam hereinbrach und die Waldlichtung in ein weiches blau tauchte, erschien ein grosse Gruppe Elben. In ihren weiss-goldenen, leuchtenden Gewändern schienen sie zu schweben. Einige der Elben hatten Instrumente dabei mit denen sie harmonische Melodien erzeugten, welche die Anwesenden in eine friedliche Stimmung versetzen. Und dann begannen die Elben zu singen. Lieblich und zart klangen ihre Stimmen über die Wiese den Gästen entgegen. Sie sangen über den grossen Krieg, den Sieg, aber auch über den Schmerz. Einmal fröhlich und leicht, gleich darauf verzweifelt und traurig. Ein Lied, was mit Worten nicht erklärt werden kann, aber den Elben eigen ist. Alle sassen da hörten zu und verstanden, obschon die meisten der Elbensprache nicht mächtig waren.

Dann aber endlich wurde das Essen aufgetragen, was vor allem Merry und Pippin sehr zu gefallen schien. Zusammen mit Gimli begannen sie alles zu versuchen. Es gab alles was das Herz begehrte und vieles mehr.
Und so vergingen die Stunden und es wurde Nacht. Als es ganz dunkel war, wurde es plötzlich still, den Gandalf der Weisse hatte sich erhoben und Schritt in die Mitte de Lichtung. "Meine lieben Freunde, lange ist es her seit wir alle zusammen sassen und uns Geschichten erzählten. Es ist mir eine Freude heute hier zu sein. Zum heutigen Anlass ist es mir eine Freude euch ein kleines Geschenk zu übergeben. Merry Pippin, könnt ihr mir bitte helfen?" Merry und Pippin standen und gingen auf Gandalf zu, unsicher was jetzt kommen würde. "Na kommt schon her ihr beiden, ich beisse nicht. Könnt ihr euch noch an unser letztes Fest im Auenland erinnern? Ja das dachte ich mir doch. Ihr habt euch da verbotenerweise an den Feuerwerkskörpern gütlich getan. Damit ihr euch heute nicht wieder so anschleichen müsst, dachte ich ihr könnt mir gleich zu Anfang helfen."

Gesagt getan und ein grandioses Feuerwerk bildete den Schlusspunkt auf dem Sommerfest.
Julia legte mit einem Lächeln das Buch zur Seite. Wieder ein Kapitel gelesen. Hoffentlich geht es spannend weiter, dachte sie. Aber jetzt muss ich mal in der realen Welt schauen, was mein Bruder so macht. Vielleicht will er ja etwas spielen. Julia stand auf, ging zur Tür schaute nochmals zurück auf ihr Elebenbuch und ging dann die Treppe hinunter....


Galadriel
für Bruchtal


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Letzte Änderung: 30.06.2019 21:28:26